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Wissenschaftler legen Herausgeberschaft von Elsevier-Zeitschriften nieder

Im Zuge der Auseinandersetzungen der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier legen erste Wissenschaftler ihre Mitarbeit als Herausgeber und Mitglieder der Editorial und Advisory Boards für Zeitschriften des Verlags nieder. Damit positionieren sie sich gegen die bislang erfolglos gebliebenen Verhandlungen mit dem Verlag über bundesweite Verträge für den Zugang zu elektronischen Fachzeitschriften. HRK-Präsident Horst Hippler kündigte an, dass in den kommenden Wochen die Namen weiterer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler veröffentlicht werden, die ebenfalls ihre Herausgeberschaft von Elsevier-Zeitschriften niederlegen.

Im Zuge der Auseinandersetzungen der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier legen erste Wissenschaftler ihre Mitarbeit als Herausgeber und Mitglieder der Editorial und Advisory Boards für Zeitschriften des Verlags nieder. Damit positionieren sie sich gegen die bislang erfolglos gebliebenen Verhandlungen mit dem Verlag über bundesweite Verträge für den Zugang zu elektronischen Fachzeitschriften.

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, der die Verhandlungen auf Seiten der deutschen Wissenschaftsorganisationen führt, kündigte zudem an, dass in den kommenden Wochen die Namen weiterer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler veröffentlicht werden, die ebenfalls ihre Herausgeberschaft von Elsevier-Zeitschriften niederlegen.

Unter den jetzt genannten Herausgebern sind der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt und Prof. Dr. Kurt Melhorn, Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik Saarbrücken.

"Weltweit setzen sich immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Open Access und faire Kostenmodelle ein“, so Marquardt. „Die willkürlich hoch erscheinenden Preise belasten die Akzeptanz der Arbeitsteilung zwischen Wissenschaft und Verlagswesen. Die wissenschaftlichen Bibliotheken sind zunehmend gezwungen, ihr Angebot einzuschränken. Daraus resultiert eine wachsende Gefahr für den wissenschaftlichen Diskurs in den Fachdisziplinen."

„Für die Wissenschaft ist eine uneingeschränkte Open Access-Komponente unabdingbar“, ergänzt Kurt Melhorn. „Nur so kann sichergestellt werden, dass aktuelle Forschungsergebnisse vollständig zugänglich sind. Die Verlage müssen ihre Geschäftsmodelle an diese Möglichkeiten des digitalen Publizierens anpassen.“
Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

12.10.2017

Druckdatum: 22.10.2017   ©  2007 Vbio