URL: http://www.vbio.de/e26/e16497/e17162/index_ger.html

News Detailansicht

EU: Niederländische Initative zum Umgang mit CRISPR-Pflanzen

Genome Editing, die „Gen-Schere“, revolutioniert die Pflanzenforschung – weltweit. Doch die EU schaut wie gelähmt zu. Seit Jahren schiebt sie die längst überfällige politische Entscheidung vor sich her, ob und wie solche Pflanzen reguliert werden sollen. Es herrscht Rechtsunsicherheit und Europa droht, den Anschluss zu verpassen. Nun haben die Niederlande die Initiative ergriffen.

Sie wollen den Anhang IB der Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EC entsprechend ergänzen. Pflanzen sollen dann von den für GVO geltenden Vorschriften – etwa Zulassungs- und Kennzeichnungspflichten, Genehmigung von Freilandversuchen – ausgenommen werden,
wenn nur genetisches Material derselben Art in die Pflanze eingeführt worden ist, oder es aus einer Art stammt, mit der dies auch mit konventionellen Züchtungsmethoden möglich wäre;
und wenn rekombinante DNA oder Moleküle, die in die Pflanzenzelle eingeführt wurden, um dort die beabsichtige Veränderung auszulösen, in der fertigen, etwa für die Nutzung als Saatgut bestimmten Pflanze nicht mehr vorhanden sind.
Im Kern sollen künftig gezielte punktuelle Mutationen, wie sie mit Genome Editing herbeigeführt werden können, genauso behandelt werden wie herkömmliche zufallsgesteuerte Mutationen mit Hilfe von ionisierenden Strahlen oder erbgutverändernden Chemikalien. Diese sind wie auch die Zellfusion zwischen verwandten Organismen von Anfang an von der Gentechnik-Regulierung ausgenommen.
Mehr dazu unter transgen.de:
http://www.transgen.de/aktuell/2667.crispr-pflanzen-regulierung-eu.html

11.09.2017

Druckdatum: 21.11.2017   ©  2007 Vbio