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VBIO unterstützt den „March for Science“

Der VBIO unterstützt den „March for Science Germany“, der am Earth Day (22. April 2017) in vielen deutschen Städten stattfinden wird. So etwa in Berlin, Bonn, Dresden, Frankfurt/Rhein-Main, Freiburg, Göttingen/Kassel, Hamburg, Heidelberg, Leipzig, München, Stuttgart und Tübingen.
Gemeinsam mit unseren Mitgliedsgesellschaften, die den March for Science ebenfalls unterstützen (derzeit sind dies: Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie, die deutsche Botanische Gesellschaft und die Gesellschaft für Genetik) möchten wir alle Mitglieder ermutigen, sich zu engagieren und sich an den Veranstaltungen vor Ort zu beteiligen.

Wer hinter dem March for Science steht
Die Demonstrationen verstehen sich als Satellitenveranstaltungen des „Science March on Washington“, der auch in zahlreichen Städten weltweit stattfindet. Die Veranstaltungen sind überparteilich und nicht von Institutionen getragen. Sie werden von kleinen, spontan gebildeten Komitees vor Ort organisiert und vernetzen sich vor allem über die sozialen Medien. Zur Teilnahme eingeladen sind alle, denen die deutliche Unterscheidung von gesichertem Wissen und persönlicher Meinung nicht gleichgültig ist – nicht nur Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

Worum es beim March for Science geht
Die Marschierer wollen ein klares Zeichen setzen, dass wissenschaftliche Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind. Sie dürfen nicht geleugnet, relativiert oder „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden. Dies betrifft die Wissenschaft in ihrem Kern. Wenn die Erkenntnisse von Forschung und Wissenschaft nur noch als eine mögliche Meinung von vielen dargestellt werden, verlieren sie ihre Bedeutung; letztlich wird so der Wissenschaft ihre Existenzberechtigung entzogen.
Durch die Demonstrationen soll deutlich gemacht werden, dass die Freiheit von Forschung und Lehre und die Freiheit der Meinungsäußerung gewahrt werden müssen.
Wissenschaft ist international. Daraus folgt, dass der freie Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Nationalitäten nicht eingeschränkt werden darf.

Warum der VBIO den March for Science Germany unterstützt
Der VBIO vertritt die Anliegen seiner individuellen, institutionellen und kooperierenden Mitglieder. Satzungsgemäß fördert er das Verständnis der Biowissenschaften und ihrer Anwendungen in der Öffentlichkeit, berät und kooperiert mit Gesetzgebungs- und Verwaltungsorganen und kooperiert hierzu mit anderen öffentlichen bzw. dem Gemeinwohl verpflichteten Institutionen.
Vor diesem Hintergrund wendet sich der VBIO gegen alle Bestrebungen, evidenzbasierte Aussagen durch „alternative Fakten“ zu ersetzen. Wissenschaftliche Fakten bilden die essentielle Grundlage für die poltisch-gesellschaftliche Debatte. Der VBIO kritisiert alle Ansätze, die Freiheit von Forschung und Lehre einzuschränken und den freien, nationale Grenzen überschreitenden Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu behindern.
Für diese Ziele setzt sich auch der March for Science Germany ein. Der VBIO freut sich daher über alle Mitglieder und weitere Interessierte, die sich jeweils vor Ort beim March for Science engagieren.

Nähere Informationen finden Sie hier: Deutschland: https://sciencemarchger.wordpress.com/

USA und weltweit: https://www.marchforscience.com/
VBIO

13.03.2017

Druckdatum: 19.09.2017   ©  2007 Vbio