Satzung

Satzung des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e. V. (VBIO)

beschlossen am 31.5.2007 von der aoMHV in Köln

 
§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr
1. Der Verein trägt den Namen "Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. – VBIO" mit der Kurzbezeichnung "VBIO". Der Verein wird nachfolgend als Verband bezeichnet. Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin werden nachfolgend unter dem Begriff "Biowissenschaften" zusammengefasst.
2. Sitz des Verbandes ist München.
3. Das Geschäftsjahr des Verbandes ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck
Zweck des Verbandes ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Bildung und Erziehung im Bereich der Biowissenschaften und angrenzender Disziplinen im Dienste der Allgemeinheit, insbesondere die:
1. Förderung und Pflege des Informations- und Meinungsaustausches zwischen den Fachdisziplinen und Organisationen in allen Bereichen der Biowissenschaften vom Molekül bis hin zu Organismen und Ökosystemen. Eingeschlossen sind dabei die Biomedizin und weitere Anwendungsgebiete, insbesondere in Biotechnologie, Medizin und Pharmazie, den Ernährungswissenschaften, der Land- und Forstwirtschaft sowie im Natur- und Umweltschutz;
2. Förderung und Pflege der Forschung und Lehre in den Biowissenschaften und ihrer Didaktik;
3. Förderung des Biologieunterrichts an allen Schulformen und außerschulischen Bildungseinrichtungen;
4. Beratung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses;
5. Förderung der biologieorientierten Aus-, Fort- und Weiterbildung;
6. Förderung des Verständnisses der Biowissenschaften und ihrer Anwendungen in der Öffentlichkeit;
7. Auszeichnung besonderer Leistungen im Bereich der Biowissenschaften und der Öffentlichkeitsarbeit;
8. Förderung der organismischen und ökosystembezogenen Biologie, des Schutzes der biologischen Vielfalt sowie des wissenschaftlich fundierten Natur- und Umweltschutzes;
9. Beratung und Zusammenarbeit mit Gesetzgebungs- und Verwaltungsorganen sowie Institutionen der Forschungsförderung im Sinne der vorgenannten Zwecke;
10. Kooperation mit anderen öffentlichen bzw. dem Gemeinwohl verpflichteten Institutionen, Gesellschaften und Verbänden für die Vertretung gemeinsamer Anliegen im In- und Ausland.

§ 3 Zweckverwirklichung

1. Der Satzungszweck wird verwirklicht, insbesondere durch die:
1.1 Zusammenarbeit der institutionellen, persönlichen und kooperierenden Mitglieder aus Wissenschaft, Schule, Industrie, Wirtschaft und Freien Berufen in überregionalen und regionalen Gliederungen des Verbandes mit staatlichen, institutionellen und privaten Einrichtungen;
1.2 Organisation und Durchführung von fachlich übergeordneten biowissenschaftlichen oder forschungspolitisch orientierten Kongressen, Fortbildungsveranstaltungen, Foren und Seminaren, Messen u. Ä.;
1.3 Leistung und Förderung von Öffentlichkeitsarbeit zum Verständnis der Biowissenschaften und ihrer Anwendungen;
1.4 Beratung staatlicher Behörden und gesellschaftlicher Institutionen und Veröffentlichung von Positionspapieren zu Forschungspolitik, Forschungsförderung, Studium, Biologieunterricht, Lehrerfortbildung und von Stellungnahmen zu entsprechenden Gesetzgebungsverfahren;
1.5 Bereitstellung von Informationen zu Berufen und Arbeitsmarkt in den Biowissenschaften, insbesondere auch Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen;
1.6 Regelmäßige Herausgabe von Mitteilungen an die Mitglieder:
1.7 Herausgabe von oder Mitarbeit an Publikationen und Online-Diensten zum Studium, zu Berufsfeldern, zur wissenschaftlichen Fortbildung und beruflichen Weiterbildung sowie zu fachlichen und fachdidaktischen Fragen des Biologieunterrichts;
1.8 Bereitstellung und Förderung biowissenschaftlicher Informationssysteme und Datenbanken;
1.9 Vergabe von Auszeichnungen und Preisen für herausragende Leistungen in den Biowissenschaften an Personen, die sich um die Biologie und die Öffentlichkeitsarbeit für die Biowissenschaften in besonderer Weise verdient gemacht haben;
1.10 Beteiligung an der Qualitätssicherung der Ausbildung in den Biowissenschaften und an Maßnahmen zur Festlegung von beruflichen Qualifikationen und Bildungsstandards auf nationaler und internationaler Ebene;
1.11 Beratung staatlicher Behörden und Einrichtungen sowie gesellschaftlicher Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene in Fragen biowissenschaftlicher Bildung, Forschung und Lehre.
2. Als Satzungszwecke werden diese Tätigkeiten nur so lange verfolgt, wie sie steuerlich dem ideellen Bereich oder Zweckbetrieben zuzurechnen sind.
3. Der Verband ist überörtlich und überkonfessionell tätig. Er ist parteipolitisch unabhängig. Der Verband nimmt seine Aufgaben vorwiegend in der Bundesrepublik Deutschland wahr. Unabhängig davon pflegt er die internationale Zusammenarbeit im Sinne der unter §2 genannten Zwecke.

§ 4 Finanzen
1. Die zur Erreichung des Vereinszwecks notwendigen Mittel werden in erster Linie aus Beiträgen, Projektmitteln und Spenden aufgebracht.
2. Über Einnahmen und Ausgaben ist in einer den steuerlichen Bestimmungen entsprechenden Weise Buch zu führen. Die Bücher sind regelmäßig von ehrenamtlichen Kassenprüfern zu prüfen.

§ 5 Gemeinnützigkeit
1. Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
2. Der Verband ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
3. Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes.
4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Verbandes fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
5. Die Funktionsträger des Verbandes (§13-19) arbeiten ehrenamtlich, haben aber Anspruch auf Kostenersatz für die Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Tätigkeit.

§ 6 Mitgliedschaft
1. Mitglied des Verbandes kann werden, wer sich zu dessen Zwecken und Zielen bekennt.
2. Der Verband hat persönliche, institutionelle und kooperierende Mitglieder.
2.1 Persönliche Mitglieder sind:
Ordentliche Mitglieder, Studentische Mitglieder, Ehrenmitglieder und Fördernde Mitglieder:
a) Ordentliche Mitglieder zahlen den vollen Beitrag für persönliche Mitglieder bzw. den für Pensionäre, Ehepartner, Arbeitslose oder den für Mitglieder institutioneller oder kooperierender Mitglieder reduzierten Beitrag.
b) Als Studentische Mitglieder zahlen Studierende, Referendare und Doktoranden bis zum Eintritt in das Berufsleben einen reduzierten Beitrag.
c) Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Präsidiums (§ 14.11) von der Bundesdelegiertenversammlung (BDV, § 11.10) gewählt. Sie sind vom Beitrag befreit.
d) Fördernde Mitglieder sind Personen, die in besonderem Maße die Zwecke und Ziele des Verbandes ideell und materiell unterstützen. Sie entrichten einen selbst gewählten, deutlich höheren Beitrag.
2.2 Institutionelle Mitglieder sind:
Fachgesellschaften der Biowissenschaften, der Biomedizin oder angrenzender Disziplinen, bzw. entsprechende Teilgliederungen von Gesellschaften (im Folgenden: Fachgesellschaften). Sie entrichten den vollen Beitrag für Fachgesellschaften.
2.3 Kooperierende Mitglieder sind:
Körperschaften wie Unternehmen, naturwissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Verbände und Institutionen und sonstige juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts bzw. deren Teilgliederungen, die den Zweck des Verbandes ideell und materiell fördern. Sie entrichten einen Beitrag in mit dem Präsidium vereinbarter Höhe.
3. Der Antrag auf Mitgliedschaft ist schriftlich an die zuständige Geschäftsstelle (§ 20) zu richten.
4. Dem Präsidium bleibt es vorbehalten, potentiellen Mitgliedern, an deren ehrenhaftem Eintreten für Ziele und Zwecke des Verbandes Zweifel bestehen, die beantragte Mitgliedschaft zu verwehren.
5. Jedes Mitglied kann seine Mitgliedschaft zum Ende des Kalenderjahres kündigen. Die Austrittserklärung muss der zuständigen Geschäftsstelle spätestens drei Monate vorher schriftlich zugegangen sein.
6. Die Mitgliedschaft erlischt mit dem Tode eines Mitglieds, im Fall von juristischen Personen mit deren Auflösung.
7. Mitglieder können bei unehrenhaftem, verbandsschädigenden Verhalten durch das Präsidium aktiv ausgeschlossen werden (§ 14.12).
8. Wenn ein Mitglied trotz mehrfacher Mahnung den Jahresmitgliedsbeitrag nicht leistet, verliert es die Mitgliedschaft. Zahlungsunwillige Mitglieder werden zu Beginn des Folgejahres darüber informiert, dass sie aus der Mitgliederliste gestrichen wurden.

 
§ 7 Rechte und Pflichten der Mitglieder
1. Persönliche und kooperierende Mitglieder haben jeweils einfaches Stimmrecht in einem von ihnen gewählten Landesverband (§16). Sie wählen für ihren jeweiligen Landesverband einen Delegierten mit einfachem Stimmrecht in die Bundesdelegiertenversammlung (§ 10).
2. Jede Fachgesellschaft im VBIO entsendet als institutionelles Mitglied einen Delegieren mit einfachem Stimmrecht in die Bundesdelegiertenversammlung (§ 10).
3. Vertreter Kooperierender Mitglieder sollen in angemessener Zahl in den Beirat (§ 15) berufen werden.
4. Alle Mitglieder können über die jeweiligen Gliederungen des Verbandes Wahlvorschläge zur Wahl von Delegierten, zur Wahl des Präsidiums und Anträge zur Arbeit und Struktur des Verbandes einbringen.
Anträge an Organe und Gliederungen des Vereins bedürfen der schriftlichen Form. Das Nähere regelt die jeweilige Geschäftsordnung.
5. Jedes Mitglied im Verband hat im Rahmen der Satzung und der geltenden steuerlichen Regelungen Anspruch auf Rat und Auskunft des Verbandes und auf Teilnahme an dessen Veranstaltungen. Für verlangte und beanspruchte Sonderleistungen kann der Verband vom Mitglied Kostenersatz verlangen.
6. Alle Mitglieder sind gehalten, den Verband bei der Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben aktiv zu unterstützen.
7. Alle Mitglieder sind verpflichtet, die festgelegten Beiträge (§ 8) pünktlich und gebührenfrei zu entrichten sowie jede Änderung der postalischen Adresse und ggf. der Bankverbindung der zuständigen Geschäftsstelle unverzüglich mitzuteilen. Nachteile aufgrund verspäteter oder fehlender Änderungsmitteilungen gehen zu Lasten des Verursachers.

§ 8 Mitgliedsbeitrag
1. Höhe und Bemessungsgrundlage der Jahresbeiträge
1.1 Die Höhe der jährlichen Beiträge für persönliche Mitglieder (§ 6, 2.2) werden von der Bundesdelegiertenversammlung (BDV) beschlossen.
1.2 Die Höhe der jährlichen Beiträge für Institutionelle Mitglieder (§ 6.2.1, Fachgesellschaften) werden von der Bundesdelegiertenversammlung (BDV) beschlossen. Bemessungsgrundlage für den Beitrag der Fachgesellschaften im VBIO ist die jeweilige Anzahl ihrer Beitrag zahlenden Mitglieder mit Stichtag 15. März des jeweiligen Beitragsjahres. Das Präsidium wird ermächtigt, in begründeten Fällen eine abweichende Bemessungsgrundlage heranzuziehen.
1.3 Die Höhe der Jahresbeiträge für Kooperierende Mitglieder wird vom Präsidium festgelegt.
2. Zahlungsfristen
2.1 Der Jahresbeitrag ist nach Eingang der Beitragsrechnung spätestens bis zum 31. März, für Fachgesellschaften bis zum 30. April des laufenden Geschäftsjahres zu entrichten.
2.2 Die Rechte eines Mitglieds für das laufende Geschäftsjahr ruhen, wenn das Mitglied seinen Jahresbeitrag nicht innerhalb einer Nachfrist von drei Monaten nach der Fälligkeit entrichtet hat.
3. Weitere Beiträge
3.1 Sektionen und Arbeitskreise können ggf. zusätzliche Beiträge erheben, deren Höhe vom Präsidium zu billigen ist.
3.2 Die Erhebung von Umlagen für befristete Sonderaufwendungen ist nach Beschluss der BDV zulässig.

§ 9 Organe und Gliederung des Verbandes
1. Alle Organe und Gliederungen des Verbandes arbeiten nach einer satzungskonformen Geschäftsordnung.
2. Die Organe und Gliederungen werden von einer oder mehreren Geschäftsstellen unterstützt, die auch allen Mitgliedern als Anlaufstelle zur Verfügung stehen.
3. Organe des Verbandes sind:
3.1 die Bundesdelegiertenversammlung (BDV, § 10),
3.2 das Präsidium (§ 13),
3.3 der Beirat (§ 15).
4. Gliederungen des Verbandes sind:
4.1 Landesverbände (§16)
Die persönlichen und kooperierenden Mitglieder sind in Landesverbänden zusammengefasst. Einzelmitglieder aus dem Ausland und kooperierende Mitglieder können ihre Zugehörigkeit zu einem der Landesverbände frei wählen.
4.2 Verbund der Fachgesellschaften im VBIO (§ 17)
Die Fachgesellschaften können als institutionelle Mitglieder einen eigenen Verbund innerhalb des VBIO für gemeinsame Aktivitäten im In- und Ausland bilden.
4.3 Untergliederungen des Verbandes
Auf Bundesebene können vom Präsidium Sektionen, Arbeitskreise (§ 18) und Referate (§ 19) mit spezifischem inhaltlichem Auftrag berufen werden. Auf Landesebene entscheidet über eine Einrichtung derartiger Strukturen der jeweilige Landesvorstand.

§ 10 Bundesdelegiertenversammlung (BDV)
1. Zusammensetzung der BDV
1.1 Die Bundesdelegiertenversammlung (BDV) ist oberstes Organ des Verbandes. Sie setzt sich zusammen aus dem Präsidium und den gewählten Delegierten der Landesverbände und denen der Fachgesellschaften und tritt in der Regel einmal jährlich zusammen.
1.2 Landesverbände und Fachgesellschaften entsenden je einen Delegierten in die BDV. Die Gliederungen sind verpflichtet dem Vorstand vor jeder BDV ihre Delegierten verbindlich zu benennen. Nur entsprechend akkreditierte Delegierte haben Stimmrecht in der BDV. Das Nähere regelt die Wahlordnung des Verbandes.
1.3 Die BDV ist nicht öffentlich. Alle Mitglieder des VBIO (§ 6.2) haben Gast- und Rederecht auf der BDV. Der Versammlungsleiter kann externe Gäste auf entsprechenden Antrag zulassen.
1.4 Über die BDV ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen, das vom Präsidenten oder dessen Stellvertreter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist. Das Protokoll wird in den Verbandsmitteilungen bzw. auf der Homepage des Verbandes veröffentlicht.
2. Stimmrechte in der BDV
2.1 Die Delegierten der Landesverbände und der Fachgesellschaften sowie die Mitglieder des Präsidiums haben einfaches Stimmrecht in der BDV. Die Form von Abstimmungen bestimmt der Versammlungsleiter. Eine Abstimmung muss schriftlich herbeigeführt werden, wenn ein Viertel der bei der Abstimmung anwesenden Delegieren dies beantragt. Beschlüsse der BDV werden durch einfache Mehrheit der anwesenden Delegierten-Stimmen gefasst. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung.
Enthaltungen zählen als nicht abgegeben. Stimmübertragung ist möglich. Diese muss schriftlich vor der BDV dem Präsidium vorliegen. Kein Delegierter darf mehr als 3 Stimmen ausüben.
2.2 Bei satzungsrelevanten Entscheidungen, Wahlen und bei Entscheidungen in Finanzangelegenheiten müssen Mehrheiten in beiden Gruppen (Landesverbände und Fachgesellschaften) vorliegen.
3. Einberufung der BDV
Die BDV wird vom Präsidenten oder in Vertretung von einem der Vizepräsidenten jährlich einmal durch Ankündigung in der Verbandszeitschrift, brieflich oder durch geeignete elektronische Übermittlung per Fax, E-Mail, o. Ä. mit dem Vorschlag einer Tagesordnung einberufen. Eine einmonatige Ankündigungsfrist ab Versendetag ist einzuhalten.
4. Beschlussfähigkeit der BDV
4.1 Die BDV ist beschlussfähig, wenn mindestens 50% der Delegiertenstimmen vertreten sind.
4.2 Bei Beschlussunfähigkeit kann die BDV mit ¾-Mehrheit der anwesenden Stimmen für denselben Tag eine zweite Versammlung mit derselben Tagesordnung einberufen. Diese Versammlung ist unabhängig von der vorhandenen Stimmenzahl beschlussfähig. Ansonsten muss das Präsidium binnen acht Wochen eine zweite Versammlung mit derselben Tagesordnung einberufen. Auf die besondere Beschlussfähigkeit ist in der erneuten Einladung an die Delegierten hinzuweisen.
5. Einberufung einer außerordentlichen BDV
Eine außerordentliche BDV wird einberufen, wenn das Präsidium dies beschließt
oder wenn mindestens 1% der individuellen Mitglieder oder 20% der Delegierten dies beantragen. Sie muss acht Wochen nach Eingang des Antrags mit einmonatiger Ankündigungsfrist gemäß § 10.3. abgehalten werden.
Das Nähere regelt die Geschäftsordnung des Verbandes.

§ 11 Aufgaben der BDV

Die BDV ist zuständig für folgende Aufgaben:
1. Wahl und Abberufung des Präsidiums entsprechend der Wahlordnung;
2. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Beirats;
3. Wahl der Kassenprüfer;
4. Entgegennahme des Rechenschaftsberichts des Präsidiums;
5. Entgegennahme und Genehmigung des Kassenberichts für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie Beschlussfassung der Budgetpläne für den Zeitraum bis zur nächsten ordentlichen BDV;
6. Entgegennahme des Berichts der Kassenprüfer;
7. Entlastung des Präsidiums für das abgeschlossene Haushaltsjahr;
8. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und etwaiger Sonderaufwendungen und Umlagen;
9. Abstimmung über die Höhe der Landesverbandsanteile aus den Mitgliedsbeiträgen;
10. Beschlussfassung über die Wahl von Ehrenmitgliedern;
11. Einrichtung bzw. Auflösung von Gliederungen des Verbandes;
12. Beschlussfassung über Satzungsänderungen und über die Auflösung des Vereins;
13. Beschlussfassung über ordnungsgemäß eingegangene Anträge der Mitglieder;
14. Beschlussfassung über die mögliche Beschwerde gegen einen Ausschließungsbeschluss des Präsidiums;
Das Nähere regelt eine satzungskonforme Geschäftsordnung.

§ 12 Führung des Verbandes
1. Der Verband wird gerichtlich und außergerichtlich im Sinne des § 26 BGB durch zwei Mitglieder des Präsidiums gemeinschaftlich vertreten. Präsident und Schatzmeister sind einzelvertretungsberechtigt.
2. Zu seiner Entlastung kann das Präsidium Aufgaben an die Geschäftsstellen (§ 20) oder an Gliederungen des Verbandes (§ 9.4) delegieren.

§ 13 Präsidium
Zusammensetzung des Präsidiums
1. Das Präsidium besteht aus mindestens 7 Personen, darunter Präsident, zwei Vizepräsidenten und Schatzmeister. Durch ein geeignetes Wahlverfahren ist sicherzustellen, dass zentrale Mitgliederbereiche und Vertreter der Tätigkeitsfelder des Verbands gemäß § 2 angemessen im Präsidium vertreten sind.
2. Jeweils ein Mitglied des Präsidiums fungiert als Sprecher und zentraler Ansprechpartner der Landesverbände, einer als Sprecher und zentraler Ansprechpartner der Fachgesellschaften. Präsidiumsmitglieder können gleichzeitig weitere Funktionen in den Gliederungen des Verbandes ausüben.
3. Das Präsidium wird von der BDV alle zwei Jahre gewählt. Zur Wahl legt das Präsidium der BDV einen Vorschlag vor. Weitere Vorschläge können von Mitgliedern gemacht werden. Wiederwahl des Präsidiums ist zulässig. Das Präsidium bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Das Nähere regelt die Wahlordnung des Verbandes.
4. Bei vorzeitigem Ausscheiden von Präsidiumsmitgliedern kann das Präsidium bis zu zwei kommissarische Amtsträger einsetzen. Scheiden mehr als zwei Präsidiumsmitglieder aus, muss das Präsidium neu gewählt werden.

§ 14 Aufgaben des Präsidiums

Das Präsidium ist für alle Angelegenheiten des Verbands zuständig, soweit sie nicht kraft Gesetzes oder auf Grund dieser Satzung anderen Organen des Verbands zugewiesen sind. Hierzu zählen insbesondere:
1. die Führung des Verbandes und Ausführung von Entscheidungen der BDV. Das Präsidium beschließt auch über den Haushalt des Verbandes, koordiniert und kontrolliert die satzungsgemäßen Tätigkeiten der Gliederungen des Verbandes und genehmigt die Etats sowie die Geschäfts- und Wahlordnungen der Gliederungen;
2. die durch den Präsidenten koordinierte Vertretung des Verbandes nach innen und außen, die Abstimmung mit den Gliederungen des Verbandes und der Vorschlag für die Präsidiums-Wahl im Rahmen der BDV;
3. Erstellung der Haushaltspläne durch den Schatzmeister. Dieser kontrolliert die Finanzen des Verbandes und seiner Gliederungen und ist im Sinne von § 26 BGB für die satzungsgemäße Verwendung der Mittel verantwortlich. Im Benehmen mit dem Präsidium erstellt er Budgetpläne für die Haushaltsjahre bis zur nächsten ordentlichen BDV;
4. die Vertretung der Anliegen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (§ 17) im Präsidium durch einen Sprecher der Fachgesellschaften;
5. die Vertretung der Anliegen der Landesverbände (§ 16) im Präsidium und Koordination der Arbeit der Landesverbände durch einen Sprecher der Landesverbände;
6. Ernennung und Abberufung der Vertreter, die den Verband in nationalen und internationalen Gremien und Vereinigungen vertreten;
7. Ernennung und Abberufung von Referenten für spezifische Aufgaben und Einrichtung und Auflösung temporärer Arbeitsgruppen;
8. Abstimmung über die Höhe der Landesverbandsanteile aus den Mitgliedsbeiträgen, die von der BDV zur Bestätigung vorgelegt werden muss;
9. Einberufung und Schließung von Arbeitskreisen und Sektionen (§ 18). Bestätigung der von Sektionen oder Arbeitskreisen vorgeschlagenen zusätzlichen Beiträge (§ 18.4.);
10. Abstimmung über außerordentliche Zuwendungen an Gliederungen im Verband;
11. Abstimmung über Vorschläge zur Verleihung von Auszeichnungen und Vorbereitung von Vorschlägen zur Ernennung von Ehrenmitgliedern in der BDV;
12. Behandlung von Ausschlussverfahren. Zu dem unehrenhaften Ausschluss eines Mitgliedes aufgrund von grob verbandsschädigendem Verhalten ist eine Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmen des Präsidiums nötig.
Das Nähere regelt eine satzungskonforme Geschäftsordnung.

§ 15 Beirat
1. Der Beirat besteht aus mindestens 8 Repräsentanten verschiedener Fachrichtungen und Tätigkeitsfelder der Biowissenschaften und ggf. angrenzender Disziplinen. Bei seiner Zusammensetzung ist auf eine angemessene Vertretung der Interessen der Landesverbände, der Fachgesellschaften und der kooperierenden Mitglieder im Verband zu achten.
2. Der Beirat berät das Präsidium in allen herausragenden Fragen der Vereinsarbeit gemäß § 2 und § 3. Mindestens einmal jährlich findet eine gemeinsame Sitzung von Präsidium und Beirat unter Leitung des Präsidenten oder in Vertretung unter Leitung eines der Vizepräsidenten statt.
3. Auf Vorschlag des Präsidiums wird die Hälfte der zu wählenden Mitglieder des Beirats in den Jahren alternierend zur Präsidiumswahl von der BDV auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig.
4. Das Präsidium kann weitere herausragende Persönlichkeiten, Vertreter relevanter Gruppen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Vertreter von kooperierenden Mitgliedern in den Beirat berufen, wobei die Zahl der berufenen Mitglieder des Beirats auf maximal 25% der Gesamtzahl der Beiratsmitglieder beschränkt ist.

§ 16 Landesverbände (LV)

1. Die Landesverbände (LV) gestalten im Wesentlichen in Zusammenarbeit mit den übrigen Gliederungen des Verbandes die regionalen und lokalen Aktivitäten und Veranstaltungen des Verbandes und machen diese den Mitgliedern in geeigneter Weise bekannt. Sie sind die ersten Ansprechpartner für Landesregierungen und –behörden sowie in allen länderspezifischen Fragestellungen.
2. Sie werden von Landesvorständen geführt. Über die Einrichtung weiterer Landesgliederungen entscheidet der Landesvorstand. LV können Regionalgruppen und Landesarbeitskreise bilden. Näheres ist in satzungskonformen Geschäftsordnungen zu regeln.
3. Die LV erhalten zur Erfüllung ihrer Aufgaben einen von der BDV jährlich festzulegenden Betrag (§ 14.8) der sich nach der Anzahl der Mitglieder des jeweiligen LV richtet. Für Sonderaktivitäten können in Absprache mit dem Schatzmeister und dem Präsidenten außerordentliche Zuwendungen beim Präsidium beantragt werden. Die LV sind zur ordnungsgemäßen Kassenführung verpflichtet und müssen die satzungsgemäße Verwendung der zugewiesenen Mittel in Form geprüfter Jahresabrechnungen dem Schatzmeister des Verbandes gegenüber nachweisen.
4. Die LV halten mindestens alle zwei Jahre LV-Mitgliederversammlungen (MV) mit LV-Vorstandswahlen, auf denen auch die Delegierten für die BDV gewählt werden. Über die Aktivitäten und Veranstaltungen der LV ist das Präsidium in regelmäßigen Abständen zu informieren. Zu Gründung, Fusion und Auflösung von Landesverbänden bedarf es der Zustimmung des Präsidiums.
5. Jeder Landesverband entsendet einen Delegierten in die BDV (§10). Das Nähere regelt die Wahlordnung des Verbandes.
6. Die LV-Vorsitzenden treffen sich mindestens einmal jährlich zu einer Sitzung.
7. Jedes Mitglied kann als Gast (ohne Stimmrecht) in allen Gremien der Landesverbände mitwirken. Persönliche und kooperierende Mitglieder haben bei den Wahlen zum jeweilig zugeordneten Landesvorstand bzw. den Gremien seiner Untergliederungen aktives und passives Wahlrecht, persönliche Mitglieder der institutionellen Mitglieder passives Wahlrecht.
8. Benachbarte LV sollen kooperieren und können sich nach entsprechendem Beschluss ihrer Mitgliederversammlungen vereinigen, müssen aber Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern und für länderspezifische Aufgabenbereiche benennen.
Das Nähere regelt eine satzungskonforme Geschäftsordnung.

§ 17 Fachgesellschaften im VBIO
1. Fachgesellschaften sind Institutionelle Mitglieder im VBIO. Sie vertreten Interessen und Themen eines klar umrissenen wissenschaftlichen Feldes und verfügen über eigene Arbeitsstrukturen und einen eigenen Etat.
2. Fachgesellschaften gestalten in Zusammenarbeit mit den übrigen Gliederungen des Verbandes die Aktivitäten und Veranstaltungen des Verbandes auf wissenschaftlich-thematischem Gebiet.
3. Die Fachgesellschaften entsenden jeweils einen Delegierten in die BDV. Das Nähere regelt die Wahlordnung des VBIO.
4. Die Fachgesellschaften tragen zu einem aktiven Informationsaustausch zwischen den Verbandsgliederungen und -gremien bei.
5. Fachsektionen des Verbandes, die Kriterien einer Fachgesellschaft erfüllen (insbesondere Vertretung eines klar umrissenen wissenschaftlichen Feldes, ein eigener Etat und etablierte Strukturen), können auf Beschluss der BDV den Fachgesellschaften gleichgestellt werden. Sie haben dann alle Rechte und Pflichten von Fachgesellschaften.
Das Nähere regelt eine satzungskonforme Geschäftsordnung.

§ 18 Untergliederungen des Verbandes
1. Das Präsidium kann Arbeitsgremien mit der zielgerichteten Bearbeitung einzelner, definierter Themen und Aufgaben auf nationaler oder internationaler Ebene beauftragen. Diese sind dem Präsidium bzw. der BDV gegenüber berichtspflichtig.
1.1 Arbeitskreise (AK) leisten regionale, nationale und internationale Arbeit zu einzelnen, zeitlich und inhaltlich begrenzten Themen im Sinne der Zwecke des Verbandes. Sie arbeiten mit allen Organen, insbesondere auch mit den Fachgesellschaften zusammen. Arbeitskreise können auf Beschluss des Präsidiums auch gemeinsam mit anderen Verbänden oder Organisationen eingerichtet und wieder aufgelöst werden.
1.2 Sektionen leisten regionale, nationale und internationale Arbeit zu definierten, langfristig relevanten Themen im Sinne der Zwecke des Verbandes. Sie arbeiten mit allen Organen, insbesondere auch mit den Fachgesellschaften zusammen.
2. Die Mitgliedschaft in Sektionen und/oder Arbeitskreisen steht allen persönlichen Mitgliedern sowie Beauftragten aller institutionellen und kooperierenden Mitglieder sowie in begründeten Fällen auch externen Experten offen.
3. Sektionen und Arbeitskreise können Mitgliederversammlungen mit Vorstandswahlen abhalten.
4. Berichte über Aktivitäten und Versammlungsprotokolle sind über die zuständige Geschäftsstelle an das Präsidium zu senden.
5. Sektionen und Arbeitskreise erhalten auf Antrag ihrer Vorsitzenden zur Erfüllung ihrer Aufgaben einen vom Präsidium jährlich festzulegenden Betrag. Gegebenenfalls können sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben eigene Beiträge erheben (§ 8.3.1), die vom Präsidium zu bestätigen sind (§ 14.9).
6. Sektionen und Arbeitskreise sind zur ordnungsgemäßen Kassenführung verpflichtet und müssen die satzungsgemäße Verwendung der Mittel nachweisen.
Das Nähere regelt eine satzungskonforme Geschäftsordnung.

§ 19 Referenten
1. Das Präsidium kann für besondere Aufgaben Referenten ernennen, die im Auftrag des Präsidiums die Interessen des Verbandes in definierten Bereichen nach außen vertreten.
2. Die Ernennung ist zeitlich befristet und bedarf im Rhythmus der Präsidiumswahlen einer Bestätigung durch das Präsidium.
3. Referenten können zur Erfüllung ihrer Aufgaben Mittel beim Schatzmeister des Verbandes abrufen. Sie sind zur ordnungsgemäßen Kassenführung verpflichtet und müssen die satzungsgemäße Verwendung der Mittel nachweisen.
4. Referenten sind dem Präsidium berichtspflichtig und können zu den Sitzungen von Präsidium und BDV eingeladen werden.

§ 20 Geschäftsstellen
1. Die Führung der Geschäfte des Verbandes liegt beim Präsidenten. Zur Wahrnehmung der laufenden Geschäfte und zur Unterstützung der Vereinsorgane kann der Verband eine oder mehrere Geschäftsstelle(n) einrichten und einen oder mehrere hauptamtliche Mitarbeiter bestellen.
2. Mitarbeiter der Geschäftsstellen arbeiten gemäß einer satzungskonformen Geschäftsordnung. Sie nehmen an den Sitzungen des Präsidiums und der BDV mit
beratender Stimme teil und sind dem Vorstand, vertreten durch den Präsidenten bzw. ein vom Vorstand dazu bestimmtes Präsidiumsmitglied, gegenüber weisungsgebunden.

 
§ 21 Satzungsänderung
1. Über Anträge zu Satzungsänderungen muss die Bundesdelegiertenversammlung mit Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen entscheiden. Zusätzlich bedarf es einer einfachen Delegiertenmehrheit in beiden Gruppen (Landesverbände und Fachgesellschaften, §§16, 17). Der Wortlaut des Entwurfs der geplanten Satzungsänderungen muss gemäß § 10.3. bei der Einladung zur BDV termingerecht bekannt gegeben werden.
2. Das Präsidium ist berechtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, wenn und soweit davon der Gemeinnützigkeitsstatus des Verbandes oder eine Eintragung in das Vereinsregister abhängt. Die Änderungen sind auf der nächsten BDV zu bestätigen.

§ 22 Auflösung

1. Die Auflösung des Verbandes kann nur erfolgen, wenn sie schriftlich von mindestens 5 Stimmberechtigten in der BDV beantragt und allen Mitgliedern gemäß den in § 10.3 bzw. § 10.5 genannten Fristen zur Kenntnis gebracht wurde.
2. Über die Auflösung des Verbandes entscheidet die BDV. Zur Auflösung des Verbandes ist eine Mehrheit von drei Vierteln aller anwesenden Delegierten erforderlich. Zusätzlich bedarf es einer einfachen Delegiertenmehrheit in beiden Gruppen (Landesverbände und Fachgesellschaften, §§16, 17). Der Auflösungsbeschluss ist allen Mitgliedern mitzuteilen.
3. Bei Auflösung des Verbandes oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen des Verbandes nach Abzug aller finanziellen Verpflichtungen an die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) oder eine andere gemeinnützige Vereinigung, die die gleichen steuerbegünstigten Zwecke verfolgt. Diese hat es unmittelbar und ausschließlich zur gemeinnützigen Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung zu verwenden.

§ 23 Inkrafttreten
1. Die neue Satzung wird von der Mitgliederhauptversammlung des Verbandes Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V. (vdbiol) beschlossen.
2. Sie wird mit Eintragung ins Vereinsregister wirksam. Gleichzeitig tritt die Satzung des Verbands Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V. in der Fassung vom 14. Oktober 1999 außer Kraft.


Köln, den 30. Juni 2007

Diese Satzung wurde mit Eintragung in Vereinsregister im August 2007 wirksam.

 

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