Verband Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e. V.

Der Verband Deutscher Biologen (damals noch VDB abgekürzt) wurde 1954 aus der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) heraus gegründet. Hauptarbeitsbereiche des Verbandes waren vor allem die Zusammenarbeit von Vertretern der schulischen und universitären Ausbildung mit den Vertretern der Forschung und angewandter Fächer zum Wiederaufbau der durch die Nazi-Ideologie kompromitierten Biologie und zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen vor allem im Bereich der "Förderung des Nachwuchses für alle biologischen Berufe".
Bereits in der ersten Satzung stand der Verband nicht nur "Lehrern der Biologie an sämtlichen Schulen, allen in der Forschung tätigen Biologen, den Studierenden der Biologie an den Hochschulen, den Biologen in der Industrie, Landwirtschaft und im öffentlichen Dienst, den Biologen in den Museen und im Naturschutz", sondern auch Anderen offen: "Auch Ärzte und Apotheker sowie überhaupt alle Personen die sich gemäß ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Stellen mit biologischen Dingen befassen, können Mitglieder werden".
Der vdbiol hatte sich seitdem zur größten überfachlichen Vereinigung in den Biowissenschaften entwickelt und repräsentierte neben individuellen auch korporative (institutionelle) Mitglieder. Aufrund der Beitritte einer ganzen Reihe von Fachgesellschaften hatte sich der vdbiol im Jahre 1999 den Namenszusatz "...und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften" gegeben. Der vdbiol war dabei ganz bewusst nicht den Interessen einzelner Fachrichtungen verpflichtet, sondern für alle offen, die sich der Biologie oder den Biowissenschaften zugehörig fühlen.
Konsequenterweise wurde in den letzten Jahren die Fusion mit dem vbbm vorangetrieben, um endlich mit der "einen Stimme" für die Biowissenschaften sprechen zu können. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Köln (31.5.2007) stimmten die anwesenden Mitglieder des vdbiol folgerichtig einstimmig für die Fusion zum VBIO.

Die Präsidenten 1954 - heute

  • 1954 - 1955 Prof. Dr. Siegfried Strugger, Münster
  • 1956 - 1957 Prof. Dr. Adolf Remane, Kiel
  • 1958 - 1961 Prof. Dr. R. W. Kaplan, Frankfurt
  • 1962 - 1967 Prof. Dr. Friedrich Schaller, Braunschweig
  • 1968 - 1975 Prof. Dr. Wolfgang Haupt, Erlangen
  • 1976 - 1979 Prof. Dr. Helmut Altner, Regensburg
  • 1980 - 1982 Prof. Dr. Ulrich Winkler, Bochum
  • 1983 - 1988 Prof. Dr. Paul Präve, Frankfurt/Hoechst
  • 1989 - 1992 Prof. Dr. Erwin Beck, Bayreuth
  • 1993 - 1996 Prof. Dr. Gerhard Schaefer, Hamburg
  • 1997 - 2000 Prof. Dr. Karl Daumer, München
  • 2001 - 2004 Prof. Dr. Hans Jörg Jacobsen, Hannover
  • 2005 - 2007 Prof. Dr. Reinhard Paulsen, Karlsruhe
  • 2007 - 2009 Prof. Dr. Rudi Balling, Braunschweig (VBIO)
  • 2009 - 2011 Prof. Dr. Diethard Tautz, Plön (VBIO)
  • 2011 - 2014 Prof. Dr. Wolfgang Nellen, Kassel (VBIO)
  • seit 2015 Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, Potsdam (VBIO)

 

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