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4. Saarländischer Biologentag: Neurobiologie – Lernen und Gedächtnis ¶
¶21.02.2006, 09.00-17.00 Uhr¶


(In Kooperation mit der Fachrichtung Zoologie/Physiologie der Universität des Saarlandes und dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM), Saarbrücken)¶



Vormittag:¶
9.00 - 12.30 Uhr: Vorträge¶
• "Zelluläre und molekulare Grundlagen des Lernens" (U. Müller)¶
• "Einsichten ins Gehirn: Die funktionelle Bildgebung höherer kognitiver Prozesse" (A. Mecklinger und B. Opitz)¶
• Tiermodelle für normales und pathologisches Lernen (Dusan Bartsch)¶

Nachmittag:¶
14.00 - 16.30 Uhr: Führungen mit Kurzvorträgen und Demonstrationen in mehreren Gruppen (Rotation)¶
• PC-Programm Amira: 3-D-Rekonstruktion mittels Serienschnitten¶
• Verhaltenstests mit Biene und Drosophila mit Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht¶
• Antikörperfärbungen¶
• Neuronale Aktivitäten in vivo, dargestellt durch Bild gebende Verfahren¶
• Ereigniskorrelierte Hirnrinden Potentiale als Indikatoren kognitiver Prozesse beim Menschen¶

Leitung¶
StR Wolfgang Kirsch¶
StD Roman Paul¶
StD Eckhardt Schmidt¶

Referenten:¶
Prof. Dr. Uli Müller, Fachbereich Zoologie/Physiologie, Universität des Saarlandes¶
Dipl.-Biol. Andrea Jaeckel, Fachbereich Zoologie/Physiologie, Universität des Saarlandes¶
Dr. Helmut Kallenborn, Fachbereich Zoologie/Physiologie, Universität des Saarlandes¶
Dipl.Biol. Thomas Laeger, Fachbereich Zoologie/Physiologie, Universität des Saarlandes¶
Dr. Martin Schwärzel, Fachbereich Zoologie/Physiologie, Universität des Saarlandes¶
Prof. Dr. Axel Mecklinger, Fachrichtung Psychologie, Universität des Saarlandes¶
Dr. Bertram Opitz, Fachrichtung Psychologie, Universität des Saarlandes¶
Prof. Dr. Dusan Bartsch, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim¶


Ort: Universität des Saarlandes Saarbrücken, Bau 9.1, Hörsaal 02¶
Teilnehmer: Lehrkräfte aller Schulformen¶
Hinweis: Die Führungen am Nachmittag finden im Bau 6, 3. OG, statt.¶

Anmeldung:¶
- Lehrkräfte unter der LPM-Nummer L1.153-0656 mit der roten LPM- Anmeldekarte oder mit dem Faxvordruck¶
- vdbiol-Mitglieder und Interessenten formlos über Fax (06897/7908-122) oder E-Mail (WKirsch@lpm.uni-sb.de, siehe auch Kontaktformular diese Seite)¶
Kooperation: Gemeinsame Veranstaltung des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) sowie des Verbandes Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V. (vdbiol), Landesverband Saarland¶

Mitgliederversammlung und Neuwahl des Vorstandes des Landesverbandes¶
Dienstag, 21.02.2006, ca. 17.00 (im Anschluss an den Biologentag) Restaurant Stuhlsatzenhaus, Stuhlsatzenhausweg, 66123 Saarbrücken¶

Vorgesehene Tagesordnung:¶
1. Ergänzungs- und Abänderungsvorschläge zur Tagesordnung, Abstimmung über die Tagesordnung¶
2. Derzeitige Situation und Aktivitäten des Landesverbandes, Rechenschaftsbericht des Vorstandes¶
3. Bericht der Kassenprüfer¶
4. Entlastung des Vorstandes¶
5. Neuwahl des Vorstandes¶
6. Neuwahl der Kassenprüfer¶
7. Verschiedenes¶


Sind Zoos und Wildparks noch zeitgemäß?¶
Mo, 04.04.2005, 09.00-17.00 Uhr¶

Naturwildpark Freisen – Hermbacher Hof, 66629 Freisen¶

Theoretische Schwerpunkte (vormittags):¶
- Tierschutzstandards und artenschutzrechtliche Voraussetzungen für die Haltung von Wildtieren (CITES, Abkommen über die Biologische Vielfalt, EU-Zoo-Richtlinie)¶
- praktische Fragen und Erörterungen zur Tierhaltung am Beispiel der Greifvogelhaltung, z. B. „falknerisches“ Abtragen etc.¶
- Was leisten Europäische Erhaltungsprogramme (Beispiel Fischotter)?¶
- Ist eine verhaltensgerechte Unterbringung von Wildtieren überhaupt möglich?¶
- Wohin mit dem Nachwuchs? – Ethische Fragen der Tierhaltung¶
Praktischer Teil (nachmittags):¶
- Exkursion in den Wildpark¶
- Erörterung fachlicher Fragen und Konzepte zur Tierhaltung für Schule und Unterricht¶
- Einsatzmöglichkeiten von Verhaltensstudien im Unterricht¶

Referenten: Dr. Wilhelm Irsch, Claudia Behnisch-Hartz, Beatrice Stalter (alle Ministerium für Umwelt)¶
Hinweise: - Möglichkeit der Beköstigung an Ort und Stelle (kleine Restauration).¶
- Anfahrtsskizze siehe unter www.natur-wildpark.de¶

Gemeinsame Veranstaltung des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM), des Verbandes Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V. (vdbiol), Landesverband Saarland und des Ministeriums für Umwelt¶

Anmeldung:¶
Lehrkräfte unter der LPM-Nummer L1.522-0805 mit der roten LPM-Anmeldekarte oder mit dem Faxvordruck¶
vdbiol-Mitglieder und Interessenten formlos über Fax (06897/7908122) oder E-Mail (WKirsch@lpm.uni-sb.de)¶



BESICHTIGUNG DER FIRMA ACROSS-BARRIERS¶
Dienstag, 16.11.2004, 15.30-17.30 Uhr¶

Science Park Saar (Treffpunkt: Foyer), Stuhlsatzenhausweg 69, 66123 Saarbrücken¶

Präsentation: "Intelligent Drug Profiling - ein neues Konzept zur Wirkstoff-Charakterisierung für Arzneistoffe":¶
- neuartige Technologien und Dienstleistungen für die pharmazeutische, kosmetische und chemische Forschung und Entwicklung¶
- In-Vitro-Modelle von Zell- und Gewebesystemen, die den Transport von Substanzen und Formulierungen über biologische Barrieren simulieren¶
- Laborführung¶

Gemeinsame Veranstaltung des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) sowie des Verbandes Deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften e.V. (vdbiol), Landesverband Saarland¶

Anmeldung:¶
Lehrkräfte unter der LPM-Nummer L1.153-1804 mit der roten LPM-Anmeldekarte oder mit dem Faxvordruck¶
vdbiol-Mitglieder und Interessenten formlos über Fax (06897/7908122) oder E-Mail (WKirsch@lpm.uni-sb.de, siehe auch Kontaktformular diese Seite)¶


Mitgliederversammlung und Neuwahl des Vorstandes des Landesverbandes¶
Dienstag, 16.11.2004, ca. 18.00 (im Anschluss an die Besichtigung der Fa. Across Barriers)¶
Restaurant Stuhlsatzenhaus, Stuhlsatzenhausweg, 66123 Saarbrücken¶

Vorgesehene Tagesordnung:¶
1. Ergänzungs- und Abänderungsvorschläge zur Tagesordnung, Abstimmung über die Tagesordnung¶
2. Derzeitige Situation und Aktivitäten des Landesverbandes, Rechenschaftsbericht des Vorstandes¶
3. Bericht der Kassenprüfer¶
4. Entlastung des Vorstandes¶
5. Neuwahl des Vorstandes¶
6. Neuwahl der Kassenprüfer¶
7. Verschiedenes¶

Betreff: Reform der gymnasialen Oberstufe im Saarland

Schreiben des vdbiol an den Minister vom 24.2.2006


Herrn Minister Jürgen Schreier
Ministerium für Bildung, Kultur und
Wissenschaft des Saarlandes
Hohenzollernstraße 60

66117 Saarbrücken


Sehr geehrter Herr Minister Schreier,

der Verband deutscher Biologen, als deutschlandweit größte Vereinigung der in Ausbildung, Lehre, Forschung in Hochschulen und Industrie, in Wirtschaft und Verwaltungen tätigen Biologen möchte sicherstellen, dass im Rahmen der Reform der gymnasialen Oberstufe im Saarland die PISA-relevanten natur-wissenschaftlichen Fächer ihrer wirtschaftlichen und allgemeinbildenden Bedeutung entsprechend verankert werden.

Es ist dabei begrüßenswert, dass auch das Saarland auf die Ressource „Wissen“ setzt und beispielsweise eine eigene „Innovationsstrategie Saarland“ entwickelt hat, in der die Bio- und Nanotechnologie eine hervorgehobene Stellung einnehmen. Mit dem Cluster „biokomm.saarland“ und etwa dem Netzwerk „NanoBioNet“ hat die saarländische Landesregierung den Worten frühzeitig anerkennenswerte Taten folgen lassen und es erübrigt sich offensichtlich in diesem Schreiben, auf die Bedeutung dieser Technologien generierenden Wissenschaften für das Land und die Bewohner näher einzugehen.

Um so mehr stellt sich für uns die Frage, ob der Bedeutung der schulischen, naturwissenschaftlichen Bildung im neuen Reformkonzept angemessen Rechnung getragen werden wird. Ein qualifizierter Unterricht in den natur-wissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie, Physik stellt die wesentliche Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums in den Natur-/ Ingenieur-wissenschaften einschließlich der verschiedenen Felder der Biowissenschaften und der Medizin dar. Schulische Defizite in den Grundlagen der Natur-wissenschaften haben zwangsläufig gravierende Nachteile für Schulab-solventen zur Folge, die bei der Bewerbung um Studienplätze den steigenden Leistungsanforderungen der Hochschulen gerecht werden müssen.

Dies gilt insbesondere für eine Vielzahl der neu eingerichteten, generell mit einem internen NC versehenen Bachelor-Studiengänge in den naturwissenschaftlichen, technischen und biomedizinischen Fächern.

Aber gerade auch jene Schulabsolventen die später keinen naturwissenschaftlichen Studiengang aufnehmen, müssen aufgrund ihrer schulischen Bildung über ein natur-wissenschaftliches Basiswissen verfügen, um über die Anwendung bzw. Nutzung neuerer Technologien besonders in Biologie und Medizin für sich und andere, z.B. als Konsument, Patient oder auch Politiker, fachkompetent entscheiden zu können. Keinesfalls darf zugelassen werden, dass emotionale Aspekte und unbegründete Ängste zur Richtschnur des Handelns werden könnten.

Neben den berufsqualifizierenden Aspekten möchten wir aber auch den allgemein-bildenden Wert der Naturwissenschaften und besonders der Biologie hervorheben. Wo, wenn nicht in den Naturwissenschaften, erfahren die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung und den Gewinn von Reproduzierbarkeit und Prognosefähigkeit, von Objektivität, Rationalität, Kausalität? Wo, wenn nicht in der Biologie, erwerben die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen für die zukünftige Gestaltung unserer Umwelt und nicht zuletzt Respekt für die Natur?


Als Haupt- bzw. Kernkompetenzfächer stehen nach unseren Informationen im neuen Schulkonzept für die gymnasiale Oberstufe zur Zeit Deutsch, Fremdsprache und Mathematik fest. Bitte gestatten Sie es uns daher, für die Reform der gymnasialen Oberstufe im Saarland eine stärkere Verpflichtung zur Wahl naturwissenschaftlicher Fächer zu fordern.

In unseren Augen kann auch die ambitionierteste „Innovationsstrategie für das Saarland“ langfristig nur Früchte tragen, wenn ein naturwissenschaftliches Fach ebenfalls Haupt- bzw. Kernkompetenzfach und damit für das schriftliche Abitur prüfungsrelevant wird. Ein weiteres naturwissenschaftliches Fach sollte darüber hinaus noch als dreistündiges Nebenfach belegt werden müssen. Auch wenn wir im wesentlichen für die Biologie sprechen – und wo nötig auch streiten – so wollen wir unsere Forderungen allgemeiner auf die Naturwissenschaften insgesamt verstanden wissen. Gerade die moderne Biologie mit Biotechnologie, Biochemie und Biophysik fördert in der Oberstufe besonders den fächerverbindenden Unterricht und damit das so regelmäßig geforderte interdisziplinäre Denken.
Sollte sich, trotz der Gefahr erheblicher Bildungslücken, Ihr Ministerium nicht in der Lage sehen, die Forderung nach einem naturwissenschaftlichen Hauptfach umzusetzen – so sollten Sie doch dem selbst erkannten Stellenwert der Naturwissenschaften folgend dafür Sorge tragen, dass mindestens zwei dreistündige naturwissenschaftliche Fächer von allen Schülerinnen und Schüler als Nebenfächer gewählt werden müssen, wobei wenigstens ein naturwissenschaftliches Fach Gegenstand der Abiturprüfung sein muss.

Der Verband deutscher Biologen steht Ihnen gerne mit seinem Landesverband Saarland sowie kompetenten Bildungsexperten aus anderen Ländern für eine Diskussion Ihres Reformkonzeptes zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Gez. Prof. Dr. Reinhard Paulsen StR. Dipl.-Biol. Wolfgang Kirsch
Präsident des Bundesverbandes Vorsitzender Landesverband Saarland

 

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