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VBIO NRW - Fortbildung

Hier finden Sie Hinweise auf in Zusammenarbeit mit dem Landesverband NRW angebotene Weiterbildung für Biologen und Förderung des Nachwuchses. Wir unterstützen aber auch die nachberufliche Weiterbildung.

+++ The First Impression - Bewerbung und Vorstellungsgespräch für Naturwissenschaftler +++

Eine Info-Veranstaltung des VBio-NRW und der A.S.I.-Wirtschaftsberatung

Am 15.09.2015 fand das zweite Strategie- und Bewerbungsseminar für Studenten und Absolventen der Biowissenschaften statt. Diesmal in Räumlichkeiten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Der VBio-NRW begrüßte für das vierstündige Seminar Frau Nicole Rüth, die in Begleitung mit Herrn Berners, ebenfalls von der A.S.I.-Wirtschaftsberatung, Geschäftsstelle Bochum eintraf. Frau Rüth ist spezialisiert auf Karriereentwicklung und Bewerbungsberatung von Hochschulabsolventen aus dem MINT-Bereich. Im Vergleich zur Pilot-Veranstaltung des Seminars in Bochum 2014 mit 13 TeilnehmerInnen, nahmen diesmal mehr als 30 AbsolventInnen teil. Die meisten waren Doktoranden oder seit kurzem PostDocs. Andere waren Masterabsolventen mit dem Ziel in die Industrie zu gehen ohne eine Promotion anschließen zu wollen.

Ausnahmslos alle waren sehr daran interessiert zu erfahren, wie man seine Bewerbung am besten schreibt, damit man zum Vorstellungsgespräch auch eingeladen wird. Alle Teilnehmer gaben an, ihren beruflichen Weg in die Industrie gehen zu wollen.
Einige grundsätzliche Informationen hier kurz zusammengefasst:
• Biowissenschaftler haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen!
• eine Bewerbungsvorlaufzeit von 6 – 8 Monaten muss einkalkuliert werden und 20 Bewerbungen pro Monat sind normal.
• Die „heiße Phase“ der Bewerbungen beginnt im September und endet im Februar – in diesem Zeitraum sind Bewerbungen am erfolgreichsten Im Sommer werden eingehende Bewerbungen von den Firmen kaum bearbeitet.
• Einstiegsgehälter sind bei Naturwissenschaftlern sehr ähnlich (folgende Zahlen in Euro): Biologen, (Bio-) Chemiker und Physiker mit Promotion: 50-60k, Mediziner: 55-65k, Ingenieure mit Promotion: 70k.
• Stellenausschreibungen und zugehörige Anforderungsprofile sind häufig extrem eng oder ohne jegliche Aussage beschrieben. Also: Auch wenn das Anforderungsprofil nicht genau passt, trotzdem bewerben!
• Wenn in einer Stelleausschreibung „aussagekräftig“ genannt wird, dann sollten die Gehaltsvorstellungen angegeben werden.
• Der Auswertungsprozess der eingegangen Bewerbungen kann im Unternehmen bis zwischen 6 – 8 Wochen dauern, es ist legitim nach Einsenden der Bewerbung nach 3 – 4 Wochen telefonisch nachzufragen. Wird man dann ein weiteres Mal um eine bestimmte Zeitangabe vertrösten, kann nach Verstreichen dieser Zeit plus einer Woche Kulanz erneut nachgefragt werden.
• Die Mitarbeiter des Personalmanagements nehmen sich maximal 30 sec. Zeit für die erste Sichtung, wobei das wichtigste Utensil der Lebenslauf ist. Bei einer zweiten Sichtung sind maximal 2 min. vorgesehen.
• Das Anschreiben ist relativ nebensächlich, aber es darf keinesfalls eine Wiederholung des Lebenslaufs darstellen. Es darf nicht in den eMail-Text. Hier sollten die Motivation, der Status quo, die beruflichen Erwartungen und Gehaltsvorstellung angegeben werden.
• Absagensind häufig vorprogrammiert und sollen keinesfalls persönlich genommen oder als Bewertung der eigenen Qualifikationen gesehen werden. Beispielsweise werden Stellenanzeigen geschaltet, obwohl Einstellungsstopp herrscht, nur um auf dem Markt Wachstum zu signalisieren!
• Viele Bewerbungen werden gar nicht angesehen. Es gehen in einem mittelständischen Unternehmen auf eine ausgeschriebene Stelle pro Tag ca. 300 Bewerbungen ein. Die meisten Bewerbungen sind nur Versuche ohne wirkliche Qualifikation. Deshalb werden entsprechende Vorkehrungen seitens des Unternehmens getroffen, um rasch diese Menge zu minimieren. Dadurch entstehen allerdings auch hohe Selektionsverluste. Im Durchschnitt setzt ein Mittelstandsunternehmen sieben Mitarbeiter für den Bewerbungsprozess ein, bei großen Konzernen sind es 25, obwohl die Anzahl an Bewerbungen deutlich höher liegt (mehrere 1000 pro Tag pro Ausschreibung). Deshalb werden Algorithmen und Online-Portale eingesetzt. Bei den Online-Portalen sind Schlüsselworte besonders wichtig (z.B. Projekterfahrung, Begeisterungsfähigkeit). Bei Online-Portalen ist ganz besonders darauf zu achten, dass man die Bearbeitung des Portals zügig durchführt. Es ist bekannt, dass manche Portale die Zeit aufzeichnen wie lange ein Bewerber für das Ausfüllen der Punkte benötigt hat – dies kann für den Auswahlprozess ebenfalls Verwendung finden.

Auch über den Lebenslauf , das Deckblatt mit dem Foto (besonders wichtig!) und über wichtige Details für das Vorstellungsgespräch wurde ausführlich gesprochen. Vielen Studierenden und Doktoranden ist gar nicht klar, dass die Doktorandenzeit beispielsweise zur Projekterfahrung zählt. Man hat ja schließlich eigenständig ein Projekt bearbeitet und gegebenenfalls noch andere angeleitet und betreut.
Wie findet man aber eine Stelle, auf die man sich bewerben kann? Einen sehr guten Suchalgorithmus haben die Bewerbungsportale indeed.com, jobvector.de und die Jobbörse der Agentur für Arbeit (jobboerse.arbeitsagentur.de). Auf stepstone.de, monster.de und xing.de sind ebenfalls Portale verfügbar. Auch auf die Nutzung des A.S.I.-Karriereportals wurde hingewiesen (http://www.asi-karriereportal.de/). Dort kann man für Online-Portalbewerbungen trainieren sowie zahlreiche weitere Hilfestellungen erhalten.

Bericht: Martin Neumann
Bild: Nicole Rüth (A.S.I.) und Martin Neumann (VBIO-NRW)

 

+++ Bericht: Workshop zum Forum Fachdidaktik 2015 +++

Zum Forum Fachdidaktik 2015 gab es in diesem Jahr neben spannenden fachwissenschaftlichen Vorträgen zu meeresökologischen Themen einen Workshop, der die Ökologie der Tiefsee am Beispiel von Kalmaren direkt in den Unterricht und damit an die Schulen bringen sollte.

application/pdf   Bericht zum Workshop zum Forum Fachdidaktik Biologie 2015 (128KB)
Workshop zum Forum Fachdidaktik Biologie 2015.pdf

+++ Biologie im Beruf – Bericht zur Veranstaltung des VBIO-NRW +++

Am 05.06. 2015 startete um 15 Uhr an der HHU wieder die Veranstaltung „Biologie im Beruf“ für Absolventen der Biologie-Studiengänge (Bachelor ,- Master- und Doktoranden).

Bericht von Martin Neumann.

Trotz großer Hitze, auch im Hörsaal, war die Veranstaltung gut besucht. Bei den Vorträgen der Biologen in verschiedensten Berufen wurde wieder einmal deutlich, dass Bachelor-Absolventen in den Firmen eher weniger gute Aussichten haben. Master-Absolventen hingegen haben gute Aussichten auf einen adäquaten Job. Promotion ist ein großer Vorteil, da die Vielfalt an Arbeitsstellen dann größer ist. Einstiegsgehälter liegen in den Bereichen Vertrieb, Unternehmensberatung und Redaktion zwischen 40.000 und 60.000 €. Bei den Bewerbungen sollten Auslandserfahrungen unbedingt angegeben werden, auch private Rucksack-Reisen von 3 Wochen oder mehr gelten schon als Pluspunkt im Zusammenhang mit Flexibilität und Aufgeschlossenheit. Initiativbewerbungen haben insofern Vorteile als bei einem eventuellen Treffer keine Konkurrenz im Raum steht. „Proaktiv sein“ war der gemeinsame Canon, d.h. auf Messen vorstellig werden, Praktika absolvieren, etc. Zahlreiche weitere Fragen zur Jobfindung ...

Icon Weiterlesen (18KB)
20150605_Biologie_im_Beruf.docx
application/pdf   Das Programm zum Download (91KB)
VBIO Biologie im Beruf - Programm.pdf

+++ ScieCon 2014 +++

Der Landesverband NRW war auch 2014 wieder auf der ScieCon mit einem Stand vertreten (Bild) und hatte sehr viel Zulauf von Studierenden und Absolventen, die Fragen zu Masterstudienplätzen und zum Berufseinstieg als Bachelor hatten oder Praktikumsplätze suchten.

+++ Strategieseminar „Erfolgsgeheimnisse der Bewerbung für Biologen“ +++

Am 20.11.2014 fand in der Ruhr-Universität Bochum das Strategieseminar „Erfolgsgeheimnisse der Bewerbung für Biologen“ statt. 13 Teilnehmer fanden sich um 16 Uhr im Seminarraum 130 ein, um sich kostenlos über erfolgreiche Bewerbungsstrategien unterrichten zu lassen. Durchgeführt wurde das Seminar von Frau Nicole Rüth, selbstständige Wirtschaftsberaterin und Gesellschafterin der Geschäftsstelle der A.S.I Wirtschaftsberatung in Bochum. Initiiert wurde die Zusammenarbeit mit dem VBIO-NRW durch Martin Neumann auf der vorletzten ScieCon, der Messe für Studierende an der RUB.
Im Seminar ging es nicht nur um einwandfreie Bewerbungsunterlagen, sondern auch um die Wichtigkeit von guten Fotos (immer noch!) und das Nachdenken über das eigene Alleinstellungsmerkmal, auch (oder gerade dann) wenn es nicht fachlicher Natur sein sollte.



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