Medientipps

Hier finden Sie Surftipps und Hinweise auf andere Medien rund um Biologie und Naturwissenschaft.

TitelbildZoom (70KB)

-- Kein Erfahrungsbericht, keine medizinische Fachliteratur sondern eine Metapher für Kinder und Erwachsene zum Thema Krebs --

Wenn die Mama oder die Oma, eine Tante, eine Freundin oder eine gute Bekannte an Brustkrebs erkrankt, stellen betroffene Kinder Fragen. Die vorliegende Räuber-Geschichte hilft vor allem den Kindern, aber auch den Erwachsenen, das Wesen und den Verlauf der Krankheit und die Strategie der Behandlungsschritte zu begreifen, ohne die medizinischen Abläufe verstehen zu müssen.
Die kleine Melissa feiert ihren fünften, sechsten und siebenten Geburtstag bei ihrer Oma. Sie erlebt mit allen Sinnen, wie sich das Dorf der Oma durch die Karz-Räuber nach und nach verändert. Schließlich werden die Räuber besiegt; neues Leben kehrt zurück.
Das Buch ist ein Weg, wieder Worte zu finden und das Gespräch zwischen den Generationen über die schwere Erkrankung zu ermöglichen. Fotos und Zeichnungen machen den Ablauf auch visuell und emotional erfahrbar.

Der Autor, Richard J. Berzborn ist Professor i. R. an der Ruhr-Universität Bochum. Das Buch wurde im www.projekte-verlag.de herausgegeben.

+++ Buchbesprechung: Evolutionstheorie +++

Die Evolutionstheorie hat sich in den letzten 150 Jahren von einer speziellen naturwissenschaftlichen zur universellen wissenschaftlichen Theorie entwickelt. Sie bezieht Phänomene von der Lebensentstehung bis zu den kulturellen und geistigen Entwicklungen des Menschen ein. Die Evolutionstheorie ist das Fundament der modernen Biologie. Dennoch ist sie bis heute die vermutlich umstrittenste Theorie der Menschheitsgeschichte. Ein großer Teil der Menschen in aller Welt lehnt sie bis heute vehement ab.
 
Das Buch nähert sich diesem Phänomen, indem es einerseits einen interdisziplinären Einblick in die evolutionäre Forschung ermöglicht und damit Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen die Möglichkeit bietet, über ihre Forschung zu berichten. Andererseits schildern Forscher aus verschiedenen europäischen Ländern die spezifischen Schwierigkeiten bezüglich der Akzeptanz der Evolutionstheorie.
 
Das Buch geht auf die Tagung Einstellung und Wissen zu Evolution und Wissenschaft in Europa (EWEWE) zurück, welche am 20. Februar 2009 im Max Planck Institut für molekulare Physiologie stattgefundenen hat. Tagung und Tagungsband wurden gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Der Herausgeber:
Dittmar Graf, Prof. Dr., Fachgruppe Biologie und ihre Didaktik,
Technische Universität Dortmund.

(Christoph Lammers)

+++ Neue Website zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt +++

Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMU Ursula Heinen-Esser stellte auf dem 30. Deutschen Naturschutztag in Stralsund die neue Website der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) vor. Unter der Internetadresse www.biologischevielfalt.de sind alle Informationen zur NBS zusammengeführt.

Als zentrale Informationsplattform berichtet die Website umfassend über die Prozesse, Initiativen und Entwicklungen im Umsetzungsprozess der NBS. Neben Meldungen über Verlauf und Ergebnisse des Dialogprozesses, den das Bundesumweltministerium (BMU) mit den verschiedenen Akteursgruppen führt, erfährt man auf der Website auch Wissenswertes über eine Vielzahl anderer Aktivitäten zur Umsetzung der NBS auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene. Fachlich betreut wird die Website vom Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Zusammen mit der neuen Internetplattform wurde das neue Logo der NBS vorgestellt. Unter dem Motto „leben.natur.vielfalt“ kennzeichnet es künftig alle Projekte und Maßnahmen, die zur Umsetzung der NBS beitragen.

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+++ Buchbesprechung: Warenkunde Ölpflanzen/Pflanzenöle +++

Buchbesprechung von Susanne Bickel:
Matthäus, B./ Münch, E. (Hrsg): Warenkunde Ölpflanzen/Pflanzenöle; 2009, AgriMedia GmbH, ISBN 978-3-86037-240-1

Das 2009 im Agrimedia-Verlag erschienene Warenkundebuch ist ein umfassendes Werk, das alles Wissenswerte über Ölpflanzen und Pflanzenöle enthält. Herausgegeben wurde es von Bertrand Matthäus und Ernst Wilhelm Münch, die beide auch zum Inhalt des Buches beigetragen haben. Das mit zahlreichen farbigen Abbildungen versehene Werk ist etwa 300 Seiten stark und enthält Kapitel von 9 weiteren Autoren.

Nach einer Einleitung über die Geschichte der Ölgewinnung erfährt der Leser zunächst Wissenswertes über die einheimischen und tropischen Pflanzen, die zur Ölgewinnung angebaut werden. Allen voran natürlich der Raps, der in den letzten 30 Jahren biotechnologisch so verändert wurde, dass er sowohl zur Lebensmittelölgewinnung als auch zu technischen Zwecken verwendet werden kann. Auch die exotischen Ölpflanzen kommen nicht zu kurz: Kokospalme, Ölpalme, Olive, Sesam und Erdnuss werden vorgestellt. Neben der botanischen Beschreibung der Pflanzen erfährt man Interessantes über Geschichte und Verbreitung, Anbau und Ernte, Inhaltsstoffe, Verwendung sowie mögliche Krankheiten und Schädlinge.

Im Kapitel "Markt und Vermarktung von Ölsaaten und Produkten" sind die aktuellesten Verbrauchs- Herstellungs- und Importzahlen in Deutschland verglichen. Kurz und sachlich wird auch auf die Problematik der gentechnisch veränderten Ölsaaten eingegangen. Auf rund 100 Seiten des vorliegenden Buches befassen sich mehrere Autoren mit der nicht immer einfachen Handhabung der Ölsaaten sowie deren Verarbeitung und Verwertung. Hier erfährt man alles über großtechnische Anlagen und dezentrale Ölmühlen im landwirtschaftlichen Umfeld, von der Analyse regionaler Märkte bis hin zur genauen Erklärung aller Komponenten einer Ölmühle. Neben der Lagerung des Saatguts der Pressung und Reinigung beschäftigt sich das Kapitel über dezentrale Ölmühlen auch mit Herstellung, Lagerfähigkeit und Transport von
Biodiesel.

Vier Kapitel sind den verschiedenen Verwendungszwecken der Öle gewidmet: allen voran der Verwendung als Speiseöl. Wussten Sie, dass die Verwendung von nativen (kaltgepressten) Ölen in der Säuglingsernährung nicht empfohlen wird? Oder, dass die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) die Aufnahme von 10 g Linolsäure (Omega- 6-Fettsäure) pro Tag empfiehlt? Auch über die komplexe Chemie des Frittierens kann man sich in diesem Kapitel informieren.

Die technische Nutzung ist aufgeteilt in den unvermeidlichen Rapsölkraftstoff (RME) und die Verwendung von Pflanzenölen für die Herstellung von Waschmitteln (Emulgatoren, Tensiden), kosmetischen Produkten, Hydaulikölen, Lacken und Farben. Auch der Fußbodenbelag Linoleum ist ein Produkt aus Pflanzenöl. Last not least wird in den meisten Fällen auch der Presskuchen aus der Ölpressung verwendet - zumindest als Futtermittel in der Tierzucht, und auch hier müssen gewisse Standards und Normen beachtet werden. Den Abschluss liefert ein Kapitel über eine betriebswirtschaftliche Betrachtung der dezentralen Ölsaatenverarbeitung, das durchaus als Grundstein für einem Businessplan verwendet werden könnte.

Das vorliegende Buch ist interessant geschrieben, gründlich recherchiert und liefert vielseitige Informationen zum Handel und zur Verarbeitung von Ölsaaten und Pflanzenölen. Es wendet sich zwar in erster Linie an diejenigen, die direkt mit Pflanzenölen zu tun haben, ist aber ebenso als Nachschlagewerk und zur grundlegenden Information für Biologen, Biochemiker, Landwirte in der Tierernährung und Pflanzenzüchtung geeignet.

application/pdf   Buchbesprechung: Warenkunde Ölpflanzen/Pflanzenöle (122KB)
Oelpflanzen.pdf

+++ Buchbesprechung: Klostergärten und
klösterliche Kulturlandschaften +++

Historische Aspekte und aktuelle Fragen
(CGL-Studies 6).

2009
307 Seiten
Hardcover, 17,5 x 25 cm
ISBN 978-3-89975-167-3
69,90 Euro (D)

application/pdf   Buchbesprechung (168KB)
Roth_CGL6_Flyer.pdf

+++ Natur des Jahres 2010 +++

Alle „Jahreswesen“ auf einen Blick bei nabu.de

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+++ Buchbesprechung: Naturwiss. Bildung +++

Ohly, P. und Strobl, G. (Hrsg): Naturwissenschaftliche Bildung; 2008, Beltz-Verlag Weinheim und Basel

Das im Beltz-Verlag erschienene Buch "Naturwissenschaftliche Bildung, Konzepte und Praxisbeispiele für die Oberstufe" von Karl Peter Ohly und Gottfried Strobl (Herausgeber) befasst sich mit dem Wert der naturwissenschaftlichen Grundbildung als Konzept einer zeitgemäßen Allgemeinbildung in der heutigen Gesellschaft.
Neben der Diskussion dieses Themas im Zusammenhang mit dem Fachunterricht in den drei naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik versus fächerübergreifendem naturwissenschaftlichen Unterricht, enthält das Buch eine Anzahl praktischer Kursbeispiele von verschiedenen Autoren. Seine praktische Ausrichtung macht es neben angesprochenen Didaktikern, Fachdidaktikern und Currikularentwicklern auch für Lehrpersonen selbst interessant.

Im theoretischen Teil wird auch der stark strapazierte "Kompetenz"-Begriff aufgegriffen und in seiner Problematik im Zusammenhang mit der naturwissenschaftlichen Bildung diskutiert. Naturwissenschaftliche Bildung oder "Scientific Literacy" sollte dem Laien Orientierungswissen vermitteln, das ihn handlungs- und entscheidungsfähig macht, und zwar sowohl im privaten als auch im politischen Bereich. Nicht das Wissen für eine bestimmte wissenschaftliche Problemlösung ist notwendig, sondern das Einordnen in Zusammenhänge als Grundlage zur Urteilsbildung.
Die schulischen Grundkurse lieferten insofern ein gutes Instrument für eine solche naturwissenschaftliche Allgemeinbildung, wären sie denn nicht "nur ausgedünnte Leistungskurse ohne tragfähige Konzeption" (Zitat). Themen gäbe es genug, wie Karl Peter Ohly, Gottfried Strobl und ihre Mitautoren mit den ausgewählten Kursbeispielen zeigen. Dort wird ein großes Spektrum an fächerübergreifenden Unterrichtsmöglichkeiten mit naturwissenschaftlichen Bildungsinhalten dargestellt.
Dem Kursus "Naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen" folgt die Sequenz über Naturwissenschaften als Mittel der Aufklärung für politische Bildung. Hier werden die Biologischen Grundlagen der Diversität menschlicher Rassen erläutert und gleichzeitig Ursache und Funktion von Rassismus anhand verschiedener historischer und heutiger Beispiele dargelegt. In "Physik macht Geschichte" muss die Fächerkombination nicht erläutert werden, genauso wenig wie in der bilingualen Einheit "Environmental Systems" zu Themen der Ökologie.
Den Abschluss bildet eine sehr umfassende Kurssequenz, die den Anspruch hat, Bausteine für ein Kerncurriculum Naturwissenschaften in der Oberstufe zu liefern mit dem Titel "Alles, was man wissen muss".
Alles in allem liefert das gut lesbare und zum Teil auch recht kurzweilig geschriebene Werk ein flammendes Plädoyer für ein fächerübergreifendes Kerncurriculum Naturwissenschaften in der gymnasialen Oberstufe.

Prof. Dr. Susanne Bickel
Institut für Biochemie der Pflanzen/AG Fachdidaktik
Heinrich Heine Universität Düsseldorf

+++ Neu: Portal zur Pflanzenforschung +++

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin schaltete Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan dieses Internetportal zur Pflanzenforschung online. Gefördert wird Planzenforschung.de vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Deutschen Pflanzengenom-Forschungsprogramms GABI. Neben anderen Elementen wie z.B. Fachforen soll die Onlineplattform der Aufklärung über Themen der Pflanzenforschung dienen.

... www.pflanzenforschung.de

+++ TV-Tipps für Biologen +++

Sehenswerte Natur-, Umwelt- und Wissenssendungen im Fernsehen.

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+++ Handbuch zu eingeschleppten Arten in Europa +++

April 2009: Zum ersten Mal liegt nun eine umfassende Übersicht über die etwa 11000 eingeschleppten Pflanzen- und Tierarten in Europa vor. Einige bringen erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft mit sich. Erstellt wurde das Handbuch im Rahmen des DAISIE-Projektes (Delivering Alien Invasive Species Inventory for Europe). Dabei handelt es sich um ein einmaliges Dreijahresprojekt von über 100 europäischen Wissenschaftlern, das von der Europäischen Union finanziert wurde.

Bislang wurden die Schäden durch eingeschleppte Arten in Europa – vor allem ausserhalb der Landwirtschaftszone und der Forstwirtschaft sowie bei Arten, die nicht die menschliche Gesundheit beeinträchtigen – stark unterschätzt. "Weil verlässliche Angaben fehlten, blieben viele europäische Staaten passiv in der Bekämpfung nicht-einheimischer Arten, was sich zunehmend katastrophal auf Europas Biodiversität, Gesundheit und Wirtschaft auswirkt", erläutert Professor Wolfgang Nentwig vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern auf seiner Website. Er ist der verantwortliche Herausgeber des DAISIE "Handbook on alien species in Europe". Die weiteren Autoren sind Dr. Montserrat Vilà (Spanien), Dr. Petr Pysek (Tschechien) und Prof. Philip E. Hulme (Neuseeland).

DAISIE (2009) Handbook of alien species in Europe. Springer, Dordrecht; ISBN 978-1-4020-8279-5

Die Informationen sind nicht nur im Handbuch, sondern auch über eine Internet-Datenbank (www.europe-aliens.org) frei zugänglich.

... Zur DAISIE Homepage

... Zur Projektbeschreibung von Prof. Dr. Nentwig

 

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