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Biologie-Olympiade NRW

Hier finden Sie alle Informationen zur Biologie-Olympiade NRW.

+++ Zwei Teilnehmer aus NRW im internationalen Team +++

Franziska Feller

David Fischer

Wir sind BIO!

Franziska Feller und David Fischer im deutschen olympischen Team der Internationalen Biologieolympiade

Natürlich ist die Schlagzeile wie auch schon das Vorbild übertrieben, nichtsdestotrotz enthält auch sie den Stolz auf die Leistung zweier Schüler aus NRW im Fach Biologie. Nach einem langen Auswahlverfahren in vier Runden schafften es Franziska Feller vom St. Ursula Gymnasium, Dorsten und David Fischer vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium eines der vier begehrten Tickets zur Internationalen Biologieolympiade, die in diesem Jahr in Taipeh, Taiwan durchgeführt wird, zu erlangen. David belegte Platz 1 und Franziska Platz 2. Den NRW-Erfolg vervollständigte Christopher Reinkemeier vom Gymnasium Nepomucenum in Rietberg, der mit minimalem Abstand zu Platz 4 den 6. Platz belegte.

Franziska und David krönten damit als langjährige „Wiederholungstäter“ ihre Leistungen im Wettbewerb der Internationalen Biologieolympiade. Franziska gelang schon 2009 als damals jüngste Teilnehmerin der Sprung in die dritte Runde und auch David und Christopher sind schon seit 2010 dabei.

Noch warten die letzten Prüfungen im Abitur auf die drei Schüler, danach beginnt für Franziska und David ein weiteres intensives Vorbereitungstraining in Kiel, bevor es dann Mitte Juli in den Flieger geht. In Taiwan vergleichen sich dann die beiden mit Schülerinnen und Schülern aus 89 Nationen und wie in den sportlichen Olympiaden geht es dann um Gold, Silber oder Bronzemedaillen.
Mit beigetragen zu diesem Erfolg haben natürlich die beteiligten Schulen und insbesondere die dort betreuenden Lehrerinnen und Lehrer. Zusätzlich zu erwähnen ist die Unterstützung der Bayer Schering Pharma AG, Werk Bergkamen, in deren Ausbildungslabor im Rahmen mehrerer Landesseminare Franziska, David und Christopher in grundlegende experimentelle Methoden geschult wurden. Auch das Ministerium für Schule und Weiterbildung fördert den Wettbewerb seit Jahren durch Bereitstellung von Geldern und Personal.

 Der VBIO NRW unterstützt durch Buchpreise und die Verleihung des Karl-von-Frisch-Preises an erfolgreiche Olympioniken das Auswahlverfahren. Ein Hinweis für alle interessierten Schülerinnen und Schüler: Schon jetzt läuft bis Anfang September die erste Runde des Auswahlverfahrens für die kommende Internationale Biologieolympiade 2012 in Singapur. Die Aufgaben findet man im Internet: www.biologieolympiade-nrw.de.

IBO NRW - Worum es geht?

Der VBIO-NRW ehrt die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Biologieolympiade jedes Jahr mit einem Buchgeschenk. Dieses Jahr gab es den TaschenAtlas der Ökologie vom Klett-Verlag. Der VBIO dankt dem Klett-Verlag für das Sponsoring!

Die Internationale Biologieolympiade (IBO) wurde 1989 von sechs Nationen gegründet und im Jahre 1990 zum ersten Mal ausgetragen. Sie ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung biologisch begabter Schülerinnen und Schüler insbesondere der Sekundarstufe II im Fach Biologie dient. Sie will einerseits kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Probleme fördern und andererseits freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder entwickeln.

Träger des Wettbewerbes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Organisation auf nationaler Ebene liegt seit 1995 beim Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel (IPN). Bisher fanden 19 Olympiaden statt, bei denen nordrhein-westfälische Schülerinnen und Schüler beachtliche Leistungen zeigten. In NRW fördert das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder den Wettbewerb. Außerdem besteht eine Kooperation mit der Bayer Schering Pharma AG in Bergkamen und dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund, um zusätzlich speziell für NRW ein weiteres Förderungsangebot des Landes anzubieten.

Eine Runde jagt die nächste...

In der 1. Auswahlrunde sollen die Schülerinnen und Schüler vier offen gestellte Aufgaben aus allen Gebieten der Biologie mit Hilfe von Fachliteratur und Expertise als Hausarbeit lösen. Die Aufgaben liegen zum Teil über dem Niveau des Schulstoffes. Mitte März bis Anfang April des Vorjahres erhalten alle Schulen mit Sekundarstufe II des Landes Nordrhein-Westfalen die Wettbewerbsunterlagen unaufgefordert von den zuständigen Bezirksregierungen. Die Korrektur erfolgt durch die Biologielehrerinnen und -lehrer in den Schulen, die die Ergebnisse den Bezirksregierungen übermitteln. Man kann aber auch seine Arbeit direkt an die Landesbeauftragte schicken.

In der 2. Auswahlrunde werden bundesweit die 300 bis 400 besten Schülerinnen und Schüler der ersten Runde für die Teilnahme an der zweiten Runde ausgewählt. Es müssen 40 Aufgaben als Multiple-Choice-Fragen und 8 komplexe Aufgaben aus den Bereichen Cytologie (25%), Anatomie und Physiologie der Pflanzen und Tiere (je 15%), Verhalten (5%), Genetik und Evolution (15%), Ökologie (15%), Systematik (10%) im Rahmen einer zweistündigen Klausur unter Fachlehreraufsicht an den Schulen bearbeitet werden. Die Korrekturen werden durch die Landesbeauftragte durchgeführt.

In der dritten Runde, die wie die vierte Runde am IPN in Kiel durchgeführt wird, erwartet die 45 besten Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Bundesrepublik jeweils eine theoretische und eine praktische Klausur. Nur die 10 Besten qualifizieren sich für die vierte Runde, die neben der Auswahl der deutschen Mannschaft auch der weiteren Vorbereitung auf die Internationale Biologieolympiade dient.

Preise:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller vier Auswahlrunden erhalten Urkunden. Die nordrhein-westfälischen Landessieger der 2. Runde werden gesondert prämiert. Ab dieser Runde kann auf Wunsch die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme auf dem Abiturzeugnis des Schülers durch die Schule vermerkt werden (Macht sich ausgesprochen gut bei Bewerbungen oder Auswahlgesprächen).

In der 3. Runde erhalten alle Schülerinnen und Schüler Buch- oder Geldpreise. An förderungswürdige Jugendliche werden Forschungsaufenthalte im In- und Ausland vermittelt. An die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. Runde werden Geldpreise in Höhe von 500 Euro verliehen. Die vier Besten reisen zum Austragungsort der IBO. Besonders förderungswürdige Jugendliche werden von der Studienstiftung aufgenommen.

Neben diesen ökonomischen Anreizen soll aber nicht verhehlt werden, dass es auch Spaß macht, sich mit Unbekanntem eigenständig auseinander zu setzen, Gleichgesinnte bei Akademien zu treffen, Kontakte zu knüpfen, Wissenschaftler hautnah zu erleben, sich selber Herausforderungen zu stellen.

... hier geht es zu den neuen Aufgaben

 

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