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Landesverband Niedersachsen

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Über Anregungen, Wünsche und Nachfragen freut sich der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen
Herr Dr. Martin Meier

Neu:

Nachruf

Unser Mitglied Prof. Dr. Klaus Wächtler, Univ. Prof. i.R. verstarb am 04. März 2017 im Alter von 78 Jahren.
Wir nehmen Abschied in Dankbarkeit von einer Persönlichkeit, die den Verband menschlich prägte und die Gabe besaß, das Interesse für ökologische Zusammenhänge schon bei einem einfachen Spaziergang in der Natur zu wecken. Wir trauern mit seinen Angehörigen um einen Menschen mit Humor und Empathie.

Prof. Dr. Klaus Wächtler war bis 31.März 2002 Professor für Vergleichende Neurobiologie an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.
Noch 2001 hat er den Vorsitz des Landesverbandes Niedersachsen im (damals noch) vdbiol übernommen. Mit ihm verliert die Biologie einen engagierten Menschen, Wissenschaftler, Mentor und Freund. Forschung und Lehre gleichermaßen bedeuteten ihm viel. Er blieb dieser Leidenschaft auch nach seiner Pensionierung treu und vermittelte sie auf Exkursionen und Vorträgen. Mit Professor Klaus Wächtler geht ein Generalist, der über den Tellerrand der Biologie hinaus blicken konnte und sein Wissen auf einzigartige Weise zu vermitteln wusste.

Mit wenigen Worten lässt sich sein Werdegang kaum wiedergeben, nur so viel:
geb. 1938, Studium der Biologie an den Universitäten München, Genf, London und Kiel. Schwerpunkte: Vergleichende Neuroanatomie der Wirbeltiere, Evolutionsbiologie sowie Entwicklungsbiologie und Ökologie von Süßwassermuscheln. Langjährige Lehrtätigkeit in Allgemeiner und Spezieller Zoologie und Ökologie. Forschungs- und Studienaufenthalte an verschiedenen Meeresstationen. Mit einem reichen Erfahrungsschatz in der Durchführung von Exkursionen und ökologischen Freilandkursen im Binnenland und an den Küsten von Atlantik, Nord-und Ostsee.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten und hoffen wie er „An einer Intensivierung der Umwelterziehung… mitzuwirken.“. Damit wir nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch emotionale Bindungen an Landschaften und Lebewesen schaffen, die deren Schönheit vor Augen führen und Ehrfurcht erfahrbar machen. In seinem Sinne wollen wir darauf hin arbeiten.

„Künftige Generationen sollten sich nicht nur auf unsere Fehler, sondern auch auf unsere Einsichten berufen können.“

Für den VBio Landesverband Niedersachsen
Dr. Martin Meier

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Das LifeScience Lab Hannover
Die öffentliche Empörung in den Schulen und in der Biowissenschaft war groß, als die neue niedersächsische Landesregierung 2013 das Projekt HannoverGEN beendete. Zum Glück war die Unterstützung durch die Öffentlichkeit so groß, dass man zumindest im Kultusministerium erkannte, welche großartige Leistung das Projekt für die naturwissenschaftliche Grundbildung für Schüler der Region Hannover geleistet hatte. Darum wurde sechs Monate lang an einer neuen Konzeption gearbeitet. Seit Februar 2014 stehen die Schüler-Labore wieder für Schülerinnen und Schüler ab dem 10. Jahrgang zur Verfügung. Es gibt einen neuen Namen und ein verändertes Konzept:
Die LifeScience Labs Hannover, kurz: LiSci-Labore gibt es weiterhin an den bewährten vier Schulen in Hannover, Garbsen und Laatzen. Sie sind nun alle an das Schulbiologiezentrum der Stadt Hannover angeschlossen. Neben der Uni Hannover konnte die Medizinische Hochschule Hannover als Kooperationspartner gewonnen werden. Für 18 Monate werden die Labore aus EU-Mitteln finanziert. Die Labore sind einmal pro Woche geöffnet und werden von speziell ausgebildeten Lehrkräften angeleitet. Leider konnte eine wissenschaftliche Anbindung nicht finanziert werden, aber es wurde eine gute personelle Lösung gefunden. Nach wie vor ist das Anliegen, Schülerinnen und Schüler für das Fachgebiet Life Science zu begeistern und Unterricht vom Klassenraum ins Labor zu verlegen. Lebensprozesse stehen im Mittelpunkt dieses interdisziplinär geprägten Fachgebietes. Methoden der klassischen Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik), Mathematik, Informatik und Ingenieurwissenschaften werden z.B. in der Biomedizin und Biotechnologie zusammengeführt. Neu ist, dass neben der fachlichen Weiterbildung verstärkt Interesse für potentielle Berufswege geweckt werden sollen. Die Labore stellen somit ein Bindeglied zwischen Schule, universitärer Forschung und Berufsausbildung dar.
Im Mittelpunkt der Labortage stehen wissenschaftliche Fragestellungen und Verfahren, die in praktischen Experimentierkursen behandelt werden. Die Labore sind mit modernen wissenschaftlichen Geräten ausgestattet, so dass die praktische naturwissenschaftliche Arbeit nachempfunden werden kann. Es sind ausreichend Geräte vorhanden, um in Kleingruppen mit zwei Schülern arbeiten zu können, so dass nach der eigenständigen Durchführung der Versuche individuelle Ergebnisse entstehen.
Komplexe fachwissenschaftlich anspruchsvolle Themen werden durch den praktischen Zugriff anschaulich und nachvollziehbar vermittelt. Über das Fachwissen und die experimentellen Fähigkeiten hinaus soll die ethische Urteilsfähigkeit und die Bewertungskompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Neben den Experimentiertagen bieten wir für Schülerinnen und Schüler aus Hannover und der Region zudem die Möglichkeit an externen wissenschaftlichen Vorträgen, Ferienkursen oder Praktika bei unseren Kooperationspartnern teilzunehmen.

Hendrika van Waveren

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