Landesverband Hessen

Auschreibung: Karl-von-Frisch Abiturientenpreis 2017 in Hessen

Karl-von-Frisch-Abiturientenpreis 2017 für herausragende Leistungen im Fach Biologie

In jeder heranwachsenden Generation brauchen wir fachkundige Fürsprecher für unsere Lebensgrundlagen, die für einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen eintreten und unser biologisches Wissen weitergeben und ausbauen. Jedes Jahr zeichnet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) daher das Engagement und die hervorragenden Leistungen der besten hessischen Abiturientinnen und Abiturienten, die in der gesamten Oberstufe überdurchschnittliche Leistungen im Fach Biologie erbracht haben, mit dem Karl-von-Frisch-Preis aus.

Die Preisträger werden am Samstag, den 10. Juni 2017, zu einer zentralen Preisverleihung nach Marburg eingeladen, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Vortragsveranstaltung stattfinden wird – zwei Begleiter bzw. die Eltern sowie die vorschlagende Fachlehrkraft sind ebenfalls herzlich willkommen. Im Anschluss werden die Urkunden in einem feierlichen Rahmen überreicht. Zusätzlich werden die Preisträger für ein Jahr kostenlos Vollmitglied im VBIO und erhalten damit ein Online-Abo der Zeitschrift „Biologie in unserer Zeit“.

Voraussetzungen für die Anwartschaft sind 14 oder mehr Notenpunkte in einem Biologie Leistungs- oder Grundkurs in allen Halbjahreskursen der Qualifikationsphase (Q1-Q4) sowie im Abitur; der Grundkurs muss ein schriftliches Abiturfach sein es sei denn beide Leistungskurse sind ebenfalls Naturwissenschaften. Meldungen sind nur Online über www.kvf-hessen.de möglich. Hierfür ist die E-Mail Adresse des vorgeschlagenen Preisträgers notwendig.

Die Meldefrist endet am 07. Mai 2017.

Die Abiturnote sowie die letzte Halbjahresnote können ggf. nachgereicht werden. Geben Sie bitte auch den/die Titel von angefertigten Facharbeiten, besonderen Lernleistungen, IBO- oder Jugend-Forscht-Teilnahmen usw. an. Diese besonderen Leistungen werden herangezogen, wenn mehr als 30 Anmeldungen eingehen sollten, die die genannten Kriterien erfüllen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Beate Ullrich Beate Ullrich (mail@beateullrich.de)

application/pdf   KvF_Auschreibung_2017 (149KB)
Karl-von-Frisch Preis Ausschreibung 2017

Ausflug des LV Hessen zur Grube Messel

Das Weltnaturerbe Grube Messel, einer der Fundorte des Urpferdchens, ist sicherlich jedem ein Begriff, aber die wenigsten waren schon einmal dort. Dies nahm der Landesverband Hessen zum Anlass, seinen Mitgliedern eine zweistündige Führung durch die Grube anzubieten und diesen einmaligen Ort aus nächster Nähe zu erleben. Am Sonntag, den 13. September 2015, trotzten die Teilnehmer den leichten Regenschauern und begaben sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Die Teilnehmer des Ausflugs zur Grube Messel

Dank der glücklicherweise von einer Bürgerbewegung verhinderten Pläne, die Grube in eine Mülldeponie zu verwandeln, führt eine gut ausgebaute, breite Straße hinunter in die Grube. Die erste Hälfte der zweistündigen Führung verbrachten die Teilnehmer auf diesem "Weg in die Urzeit", an bestimmten Stationen immer wieder unterbrochen durch die Führerin, eine Geologin. Da sie wusste, dass ihre Führungsteilnehmer größtenteils VBIO-Mitglieder waren, legte sie besonderen Wert auf den biologischen Aspekt der fossilen Funde, doch selbstverständlich kam auch das paläontologische und geologische Wissen nicht zu kurz. Anhand des den Weg säumenden Gesteins erfuhren die Teilnehmer davon, dass die Grube Messel einst ein sehr tiefer See gewesen war, der während des Eozäns in 300 000 bis 1 Million Jahren von Sedimenten aufgefüllt wurde und verlandete. Mittels fossiler Blatt- und Skelettabdrücke wurde erklärt, welche Flora und Fauna am See lebte. Besonders interessant war hierbei, dass die Grube Messel aufgrund der Bodenbeschaffenheit einzigartig erhaltene Fossilien birgt, bei denen teilweise noch Fell- oder Federreste zu erkennen sind; bei Federn oder ganzen Insekten ist teilweise sogar noch die Farbe zu erkennen.

Am Boden der Grube angelangt konnten die Teilnehmer aktuelle Ausgrabungsstellen besichtigen. Da selbst in den bereits untersuchten Ölschieferresten oft noch kleine Fossilien zu entdecken sind, verteilte die Führerin aus einem Haufen bereits untersuchter Bodenteile einzelne Stücke zum selbst untersuchen. Zwei der Teilnehmer wurden sogar fündig und ein schöner Federabdruck sowie der Abdruck einer Fischschuppe wanderten in einen der Fundstück-Container auf dem Grubengelände.

Zu guter Letzt wurde noch die Entstehung des ehemaligen Maar-Sees durch einen Vulkanausbruch erklärt und durch Verkostung des schwefel- und eisenhaltigen Quellwassers verifiziert. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, auf eigene Faust die ebenfalls interessante Ausstellung im Besucherzentrum zu erkunden.

Die Grube Messel ist auch aus ökologischer Sicht sehr interessant: da ausschließlich kleinflächige paläontologische Untersuchungen durchgeführt werden, hat sich die Grube zu einem diversen und vielfältig bewohnten Biotop verschiedener Pflanzen- und Tierarten entwickelt. So leben beispielsweise Nattern und Greifvögel in einem großen Ytong-Schutthaufen, der zu Zeiten der Mülldeponieplanung zur Hangstabilisierung aufgeschüttet wurde. Fledermäuse sind hier sogar so verbreitet, dass spezielle Fledermausführungen angeboten werden. Informationen über diese und weitere Führungsangebote sind im Internet auf den Seiten der Grube Messel verfügbar.

Das Science Bridge Karten-Rätsel-Spiel

Wo ist Gentechnik drin? Science Bridge hat in Zusammenarbeit mit dem VBIO eine zweite, erweitere und verbesserte Auflage des begehrten Kartenspiels in Druck gegeben. 36 Karten zu alltäglichen Produkten mit und ohne Gentechnik. Zusätzliche Informationen im Flyer.

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Wolfgang Nellen (nellen@uni-kassel.de)

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application/pdf   Science Bridge Kartenspiel (202KB)
Science Bridge Kartenspiel Gentechnik.pdf

Vorstand LV Hessen

Der seit Mai 2008 aktive Vorstand des LV Hessen:
Von links nach rechts: Dr. Matthias Bohn, Dr. Jörg Klug (Kassenwart),
Prof. Dr. Wolfgang Nellen (Vorsitzender), Sara Müller, Prof. Dr. Felicitas Pfeifer.
Das Bild wurde im Mathematikum in Gießen aufgenommen.

VBIO in Hessen: Neue Gesichter an der Spitze des Landesverbandes

Am 9. Mai wurde der Vorstand des VBIO Landesverbands Hessen in Gießen neu gewählt. Die Geschicke des Landesverbandes liegen nun in den Händen von Prof. Dr. Wolfgang Nellen (Univ. Kassel) als Vorsitzender, Prof. Dr. Felicitas Pfeifer (Univ. Darmstadt), Dr. Matthias Bohn (Univ. Marburg / Bad Arolsen), und cand. rer. nat. Sara Müller (Univ. Kassel) als Stellvertreter sowie Dr. Jörg Klug (Univ. Gießen) als Kassenwart.

Die hessischen Interessen auf Bundesebene werden zukünftig von M. Bohn als Mitglied des Präsidiums, von J. Klug als Kassenwart und von W. Nellen als Landesdelegierter vertreten.

Die Neuaufstellung von Vorstand und Landesverband in Hessen hat große Bedeutung, denn seit Ende 2007 werden durch den VBIO ca. 35.000 Biologen in Deutschland vertreten.

Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit in Hessen liegen nicht nur in den traditionellen Bereichen der Schulbiologie und Biologiedidaktik. Der neue Vorstand wird die Entwicklungen der Lehre an Schulen und Universitäten sorgfältig und kritisch beobachten, helfen, die Forschung in Industrie und Hochschule zu vernetzen und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit verbessern.
Zur Unterstützung wurde ein Landes-Beirat mit D. Sell (DECHEMA), J. Freitag (Genius), P. Dierkes (Didaktik, Univ. Frankfurt) und P. Becker (zuständig für Karl-von-Frisch-Preis) eingerichtet.

Zusätzlich bestehen enge Verbindungen zu biologischen Fachgesellschaften, etwa der Vereinigung für allgemeine und angewandte Mikrobiologie (VAAM), der Gesellschaft für Genetik und der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM). Der VBIO Hessen wird in enger Abstimmung mit dem Bundesvorstand und den Fachgesellschaften die Interessen der Biologie auf allen Ebenen vertreten. Sowohl in der Forschung als auch in der Ausbildung stehen Entscheidungen an, die ein starker Landesverband konstruktiv und offensiv begleiten muss, um Fehlentwicklungen in der Struktur von Schulen und Universitäten zu vermeiden. Der Landesverband mit seinen derzeit 350 Mitgliedern kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Mit S. Müller, M. Bohn, W. Nellen und J. Klug ist die Kassel/Gießen Initiative Science Bridge im VBio Vorstand stark vertreten und wird einen Aktivitätsschwerpunkt in Bezug auf Forschung, Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit setzen.

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