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Studienreform im Bolognaprozess

Aktivitäten des VBIO
Der VBIO engagiert sich aktiv in die Akkreditierung. So hat er in mehreren Positionspapieren, teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften und im Benehmen mit der KBF, Stellung genommen und den Fachbereichen konkrete Hilfestellungen bei der Umsetzung des Bolognaprozesses gegeben. Der VBIO ist ordentliches Mitglied der ASIIN und stellt mit Dr. Carsten Roller ein Mitglied der Akkreditierungskomission. Darüber hinaus kooperiert der VBIO mit den anderen Akkreditierungsagenturen, stellt beispielsweise mit Prof. Jacobsen auch ein Mitglied der Akkreditierungskomission der ZEVA und untestützt die anderen Agenturen wie ACQIN und AQAS mit Vorschlägen für Fachgutachter.

Bachelor das unbekannte Wesen? - Ein Zwischenruf
Bachelor-Absolventen aus deutschen Hochschulen gibt es erst seit etwa 2003. Die meisten von ihnen haben sich entschieden, ihre akademische Karriere fortzuführen, um mindestens einen dem bisherigen Diplom äquivalenten Studienabschluss zu erreichen. Einige international aufgestellte Arbeitgeber haben vereinzelt Bachelorabsolventen eingestellt. Klare Einstellungskriterien für diese „Undergraduates“ fehlen jedoch.

Trotz der KMK-Vorgabe einer „Berufsbefähigung“ ist der deutsche Bachelor derzeit weder Fisch noch Fleisch. Ihm fehlt die praktische Routine von Technischen Assistenten oder Laboranten und wissenschaftlich kann er sich nach 6 Semestern nicht mit den „Graduates“ messen. Durch die vollständige Umstellung des Studiensystems bis Ende 2010 wird aber vor allem der bisherige Hauptkonkurrent - der Fachhochschulabsolvent mit verpflichtendem Praxissemester - mittelfristig nicht mehr auf dem Absolventenmarkt angeboten.

Unternehmen müssen sich zukünftig auf Bachelor-Absolventen einstellen, um die Lücke zwischen nichtakademischem Personal und promovierten Mitarbeitern zu schließen. Mehr noch: Im Vorgriff auf die erwartete demografische Entwicklung haben umsichtige Unternehmen erkannt, dass sie sich rechtzeitig um den beruflichen Nachwuchs kümmern müssen. Dies geschieht durch gezieltes Hochschulmarketing mit Stipendien, Kooperationen und frühzeitige Unternehmensbindung über Praktika. Somit kann der Bachelor ein erster beruflicher Einstieg sein, der sich nicht in einer Ersatzfunktion zum Laboranten/TA/FH-Diplomer erschöpft, sondern eine spätere akademische Weiterentwicklung (Master und Promotion) explizit in der Karriereplanung mit einschließt. Bachelorabsolventen könnten sich aber auch die Berufsfelder jenseits der Wissenschaft erschließen, die ein akademische Grundausbildung erfordern, aber dann „on the job“ eine berufliche Orientierung weg von der reinen Wissenschaft ermöglichen.

Recherche im online-Studienführer Biologie

Unter http://www.studienfuehrer-bio.de finden Sie eine umfassende Datenbank mit allen relevanten biowissenschaftlichen Studiengänge (Bachelor/Master/Diplom) im deutschsprachigen Raum, die die Grundlage des vom Verband herausgegebenen "Studienführers Biologie" (4. Auflage Frühjahr 2005 bei Spektrum Verlag, Heidelberg) darstellt und laufend aktualisiert wird.

 

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